SaaS: 10 Tipps für die Marktevaluierung

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von Karola am 7. Oktober 2011 – 19:53
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Mittlerweile sind viele Softwareanbieter auf den „Cloud-Computing-Zug“ aufgesprungen und bieten auch eine SaaS-Version ihrer Produkte an. Die Produkte unterscheiden sich je nach Zielgruppenausrichtung. Trotzdem gibt es für die Marktevaluierung nützliche Tipps, die zur Evaluierung aller SaaS-Angebote hilfreich sind. Was muss die Anwendung können? Was erwarte ich von dem Anbieter? Und wie sollte die Implementierung ablaufen?

1. Passender Funktionsumfang

Ein wichtiger Schritt vor der Anbietersuche ist die unternehmensinterne Anforderungsanalyse. Welche Funktionen benötigen sie unbedingt? Diese Frage müssen sie sich selbst beantworten und können dann die Anbieter nach dem Funktionsumfang ihrer Produkte einfacher „aussortieren“. Es kann hilfreich sein, wenn sie gewünschte Funktionen in die Kategorien „Muss“ und „Kann“ einteilen. Alles was zur Kategorie „Kann“ gehört, wäre ein Pluspunkt für den jeweiligen Anbieter.

2. Praktische Einsatzmöglichkeit

Wenn Sie einige interessante Anbieter selektiert haben, geht es dann ins Detail. Schauen sie sich die tatsächliche Anwendung an und beurteilen sie, wie gut die Lösung für die Praxis geeignet ist. Können die Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit mit Eingabe einer Berechtigung auf wichtige Daten zugreifen?

3. Migration von Daten

Wenn sie bei der Arbeit auf wichtige Daten angewiesen sind, sollten sie die ausgewählten Anbieter zur Datenmigration befragen. Alle in anderen Systemen gespeicherten Daten und Dateien sollten problemlos übernommen werden können. Im besten Fall können sie ihre Daten direkt durch eine über leicht bedienbare Anwenderhilfe in eine SaaS-Lösung übertragen.

4. Backoffice-Integration

Für eine unkomplizierte Backoffice-Integration sollte die SaaS-Anbieter entsprechende XML-basierte Webservice-APIs anzubieten, die für eine einfache Integration sorgen. So kann die neue Anwendung bestmöglich in die vorhandene IT-Architektur eingebunden werden.

5. Mehrsprachigkeit

Wenn ihr Unternehmen international ausgerichtet ist und die Anwendung an unterschiedlichsten Standorten eingesetzt werden soll, dann ist auch die Mehrsprachigkeit der SaaS-Lösung von Bedeutung. Um die SaaS-Anwendung international nutzen zu können, sollte sie in mehreren Landessprachen zur Verfügung stehen. Dies schließt die vollständige Unterstützung aller Währungen, Einheiten und weiteren Internationalisierungsmöglichkeiten ein.

6. Einpassung in bestehende Geschäftsprozesse

Jedes Unternehmen hat etablierte Arbeitsabläufe und Prozesse. Eine neue Anwendung sollte sich einfach in die betrieblichen Abläufe integrieren lassen. Je nach Art der Anwendung sind neben freien auch vorgefertigte Prozeduren hilfreich, die bei Bedarf eigenständig angepasst werden können.

7. Intuitive Bedienoberfläche

Viele Mitarbeiter sind die Arbeit mit Desktop-Anwendungen gewohnt. Um den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, sollte die Bedienoberfläche der SaaS-Anwendung entsprechend dem Umfeld der Desktop-Lösung aufgebaut sein. Dies reduziert den Schulungsaufwand. Je ähnlicher die Strukturen sind, desto schneller nehmen die Mitarbeiter die Neuerung an. Ist die Anwendung anwenderfreundlich und schnell erlernbar bzw. nutzbar?

8. Benutzerunterstützung

Für die Eingewöhnungs- und Schulungsphase sind kleine toolseitige Hilfestellungen sehr wichtig. Zur effizienten Nutzung können kontextsensitive Hilfen, integrierte Lernprogramme und ein telefonischer Support durch den SaaS-Anbieter beitragen.

9. Skalierbarkeit

Ein großer Vorteil der Cloud-Services ist Skalierung. Damit ihr Unternehmen auf die Dynamik des Marktes reagieren kann, sollte die SaaS-Lösung skalierbar sein. Hinterfragen sie beim Anbieter, welche Möglichkeiten für die flexible Erweiterung bzw. Veränderung bestehen.

10. Option zur späteren Migration

Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, sollte immer eine Wechsel zur Inhouse-Lösung möglich sein, sei es im Falle einer neuen strategischen Positionierung oder aus anderen Gründen.

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