Green Cloud? iCloud von Apple soll mit Sonnenenergie betrieben werden

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von Karola am 22. November 2011 – 17:38
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Apple macht einen weiteren Schritt in Richtung eines saubereren, grüneren Unternehmens. Berichten zufolge plant Apple plant den Bau eines Solarkraftwerks neben dem iCloud Rechenzentrum in Maiden (USA, North Carolina), das den Betrieb der iCloud und anderer Dienste sichern soll. Das Solarprojekt steht unter dem Namen „Dolphin Solar Farm“ und ist eine große Investition von Apple. Eine Stellungnahme von Apple gibt es derzeit noch nicht. Die Investitionen zeigen jedoch, dass das Unternehmen am umdenken ist. Man könnte es als Reaktion auf die Kritik von Umweltschützern sehen, die Apple für einen nicht vorbildlichen Umgang mit Energie kritisierten. Apple hängt im Vergleich zu den restlichen großen Cloud-Anbietern hinterher, grün zu werden. Google ist bisher der Spitzenreiter. Die Informationen des „Facilities Report 2011 – Environmental Update“ und die Investitionen in erneuerbare Energien zeigen eine deutliche Wende des Unternehmens Apple. Die Umsetzung der grünen icloud und anderer Dienste kann ein wesentlicher Marktvorteil sein, um sich von der  wachsenden Zahl von Cloud-Computing-Konkurrenten abzuheben.

Das Engagement zeigt sich auch an anderer Stelle. Mitte Januar 2011 wurde Apple ein Patent zugesprochen, um den Strombedarf von mobilen Geräten zum Teil über Solarenergie decken zu können. Dies ist das vierte Patent in Bezug auf Solarenergie für Apple. Die Solarzellen sind dafür vorgesehen, dienen die Akkus von Smartphones, Notebooks, Tablets & Co aufzuladen. Es ist denkbar die Solarzellen entweder direkt in die Geräte zu integrieren oder sie so zu gestalten, dass sich die Solarzellen abnehmen lassen. Genaueres ist noch nicht bekannt und es bleibt offen, wann die ersten Geräte mit Solarzellen auf dem Markt kommen. Trotzdem wird deutlich, dass Apple bemüht ist in der Zukunft auf umweltschonendere Technologien zusetzen.

Think Green Apple Wallpaper

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Quelle: PCUnleached

Auch die Konkurrenz schläft nicht! Etwa 40 % der weltweiten Rechenzentren bzw. Servern wird von US-Unternehmen gehostet. Deshalb sind viele amerikanische Unternehmen bestrebt, mit dem grünen Trend Schritt zu halten. Hier ein paar Informationen, wie andere Unternehmen grüner werden wollen.

GE: Im August 2011 eröffnete GE ein LEED-Platinum-zertifiziertes Rechenzentren in Louisville, Kentucky. Nur 6% aller LEED-zertifizierten Gebäude sind Platinum-Zertifizierung erreicht.

Google: Im Vergleich zu anderen Rechenzentren verbrauchen Google-Rechenzentren nur 50% der Energie von den meisten anderen Rechenzentren. Nach Schätzungen verbraucht ein „normales“ Rechenzentrum zwischen 1,1 % und 1,5 % des Gesamtstroms pro Jahr. Google glänzt mit einem Wert von nur etwa 0,01% des weltweiten Stromverbrauchs.

Microsoft: In der Oktoberausgabe der Computerworld erhält Microsoft den 4. Platz bei den „Top Green IT Vendors“ (Händler/Hersteller). Microsoft hat grüne Rechenzentren in Quincy (Washington) und San Antonio (Texas).



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