Präsentationenstool aus der Cloud – PREZI mal anders!

von Karola am 28. Januar 2012

Im Unternehmensalltag kommt man kaum noch ohne Präsentationen aus. Fast jeder ist mit den gängigen Office-Anwendungen vertraut. Dabei fällt es nicht immer leicht, mit den gegebenen Mitteln eine Präsentation mit „Wow“-Effekt zu erstellen. Die webbasierte Anwendung „Prezi“ geht neue Wege! Sie unterscheidet sich grundlegend von der Herangehensweise und bietet neue Möglichkeiten für innovative Präsentationen. Anstatt dem Folienprinzip, dass an eine Diashow erinnert, setzt Prezi auf eine Art zoombare Multimedia-Mindmap. Durch seine Neuartigkeit schaffte es Prezi 2010 in die Liste der fünf besten Präsentationstools in einer Lifehacker-Umfrage.

Hintergrund

Bereits 2007 wurde Prezi vom ungarischen Künstler Adam Somlai-Fischer und dem Computerwissenschaftler Peter Halacsy entwickelt. Die beiden setzten sich zum Ziel, ein spezielles, modernes Präsentationsprogramm für Architekten zu kreieren. Unter der Führung von Peter Arvai wurde Prezi dann 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Förderern von Prezi gehören seit 2009 die TED (Technology-Entertainment-Design- Konferenz) und die Firma Sunstone Capital.

Funktionen

Prezi ist ein plattformunabhängiges Präsentationsprogramm und basiert auf Flash. Somit kann es ganz einfach ohne Installation genutzt werden. Anhand der Flash-Technologie kann der Nutzer eine Präsentation auf einer virtuellen, unendlich großen Präsentationsfläche erstellen. Die Besonderheit ist, dass man sich durch Maussteuerung frei auf dem „Blatt“ (interaktiven Whiteboard) bewegen kann: Inhalte drehen, hinein- und heraus zoomen. Jegliche Objekte der Präsentation können beliebig vergrößert, verkleinert, gedreht und verschoben werden.
Anfangs ist die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig und man muss umdenken, aber für das Ergebnis lohnt es sich auf jeden Fall. Gerade die Idee des Hinein- und Hinauszoomens ermöglicht es, Details näher zu beleuchten, ohne „das große Ganze“ aus den Augen zu verlieren. Zudem können mehr Dateien, Bilder und Videos integriert werden als bei herkömmlichen Programmen (Grafiken, Videos, PDFs oder Flash-Dateien). Diese neuen Mittel machen Prezi zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für PowerPoint und seine Alternativen. Auch das Arbeiten mit mehreren Personen ist kein Problem, denn es gibt einen Mehrbenutzermodus (ma. 10 Personen).
Mit Prezi können Sie nicht nur online Präsentationen erstellen, sondern auch starten und teilen nach dem Sharing-Prinzip im Social-Media-Bereich. Nach einer Registrierung können Sie jederzeit, von überall auf Ihre Präsentationen zugreifen, diese bearbeiten oder neue erstellen. Fertige Präsentationen können sowohl online auf prezi.com als auch offline im Browser gezeigt werden. Prezi macht es einem auch einfach, wenn man seine Präsentation in die eigene Website einbetten möchte.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass einzelne Formate, wie Videos oder Bilder, nicht mehr einzeln exportiert werden können, wenn sie einmal in der Präsentation eingearbeitet sind. Dadurch ist der Austausch oder die Übernahme von Präsentationsteilen oder eine maschinelle Durchsuchbarkeit nicht mehr möglich.

Versionen

Prezi baut auf einem Freemium-Geschäftsmodell auf. Es ist frei im Internet zugänglich und bietet in der freien Basisversion Public 100 MB Datenspeicher. Diese sind allerdings öffentlich einsehbar und mit einem Prezi-Logo gekennzeichnet. Es gibt eine weitere kostenlose Version speziell für Studenten und Lehrer/Dozenten mit einer gültigen E-Mailadresse der Bildungseinrichtung.
Prezi bietet dazu zwei kostenpflichtige Versionen: Enjoy und Pro. Durch den Kauf erhält der Nutzer unterschiedliche erweitere Funktionen und 500 MB bzw. 2.000 MB Speicherkapazität in der Prezi-Cloud. Die Testversion steht 30 Tage kostenlos zur Verfügung.

Fazit: Prezi macht kreative Präsentationen möglich. Die Anwendung bietet maximale Flexibilität und umfangreiche Präsentationsmöglichkeiten. Die neue Art der Handhabung sollte nicht abschrecken, denn es gibt einige Vorlagen und Farbschemen für Präsentationen. So kann sich die Lösung aus der Cloud durchaus gegen PowerPoint & Co. behaupten.
Probieren Sie es selbst! Auf prezi.com finden sich eine Reihe von Beispielpräsentationen. Außerdem nachfolgend eine Präsentation von Prezi selbst, wie man eine gute Präsentation erstellt.

Das Wort zur Cloud – Schriftenreihe der Initiative „Cloud Services Made in Germany“

von Karola am 31. Juli 2011

In der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ haben sich in Deutschland ansässige Anbieter zusammengeschlossen. Die Beteiligten kommen aus den unterschiedlichsten Cloud Computing-Branchen (IaaS, PaaS, SaaS). Die Initiative wurde im Juli 2010 von der AppSphere AG ins Leben gerufenen und widmet sich wichtigen Fragen rund um Cloud Computing im deutschen Markt. Warum ist die Idee der „German Cloud“ berechtigt und wie wird sich das Thema Cloud Computing in Deutschland künftig entwickeln?

Mit einer Interviewreihe unter dem Titel „Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch…“ startet die Initiative „Cloud Services Made in Germany“ eine Schriftenreihe zu Themen aus dem Bereich Cloud Computing. An der Schriftenreihe beteiligten sich 26 Unternehmen, die auch an der an der Initiative beteiligt sind. Im Interview stellen sich die Unternehmen kurz vor und beschreiben ihre Cloud-Produkte. Die einzelnen Unternehmen beantworten außerdem, warum es sich aus ihrer Sicht lohnt nach Cloud Services „Made in Germany“ Ausschau zu halten. Jedes Unternehmen gibt abschließend ein persönliches Kommentar bzw. eine Prognose zur Entwicklung des deutschen Cloud-Computing-Marktes. Die Interviews der aktuellen Schriftreihe wurden im Juni 2011 zusammengestellt. Die Interviewreihe soll in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Dadurch haben auch Unternehmen eine Chance auf Präsentation und Meinungsäußerung, die zukünftig zur Initiative „Cloud Services Made in Germany“ dazu stoßen.

Weitere Informationen zur Initiative „Cloud Services Made in Germany“ findet ihr unter http://www.cloud-services-made-in-germany.de . Die Initiative möchte mit Ihrer Schriftenreihe das Thema Cloud Computing regelmäßig beleuchten. Auf der Website könnt ihr Band 1 der Schriftenreihe direkt herunterladen.

Cloud Computing im Klartext

von Karola am 25. Juni 2011

Neben den vielen Erklärungsversuchen bin ich bei meiner Recherche nun doch noch auf eine offizielle Definition von „Cloud Computing“ gestoßen. Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST 01/2011) bestimmt fünf wesentliche Eigenschaften des Cloud Computing:

  • On-Demand-Self-Service (Selbstbedienung und Serviceleistung auf Anforderung)

Alle Dienste sind auf Anforderung und selbständig vom Kunden nutzbar, ohne eine erforderliche
Interaktion mit dem Serviceanbieter.

  • Broad network access (Netzwerkbasierter Zugang)

Die Dienste sind in Echtzeit über ein Netzwerk nutzbar und sollen durch die Verwendung von Standardtechnologien von unterschiedlichen Plattformen abgerufen werden (z.B. Mobiltelefone, Laptops und PDAs).

  • Resource pooling (Ressourcenbündelung)

Die IT-Ressourcen werden gebündelt und für mehrere Nutzer (Mandanten) bereitgestellt. Für jeden Nutzer werden je nach dem tatsächlichen Bedarf, die Ressourcen zugewiesen. Beispiele für Ressourcen sind z.B. Speicher, Netzwerk-Bandbreite und virtuellen Maschinen.

  • Rapid elasticity (Schnelle Anpassungsfähigkeit)

Vorhandene Ressourcen werden schnell und flexibel zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichen Quantitäten erlauben so eine Skalierung von Systemen. Beim Nutzer entsteht die Vorstellung von unendlich verfügbaren Ressourcen.

  • Measured Service (Messbare Dienstleistung)

Die Dienste müssen quantitativ und qualitativ messbar sein, so dass eine nutzungsabhängige Abrechnung und Validierung der Dienstqualität möglich ist. Die Ressourcennutzung wird gesteuert und dokumentiert, so dass sowohl für die Anbieter und als auch für Nutzer der verwendeten Dienste Transparenz geschaffen wird.

Die genannten Eigenschaften wirken womöglich etwas abstrakt. Wir werden die einzelnen Aspekte aber noch genauer anschauen. Welche Service-Modelle gibt es zum Beispiel? Mehr dazu im nächsten Post.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (1): „Chef“ von Opscode

von Karola am 31. August 2011

Wie versprochen startet heut die Vorstellungsrunde für einige Open-Source-Cloud-Anwendungen. Die Open Cloud Initiative war eine Reaktion auf die aktuelle Marktsituation. Die Open-Source-Community hat erkannt, dass hohes Potenzial in der Cloud-Branche steckt. Es schien wohl einfacher, sich zu verbünden als einen Konkurrenzkampf zu starten.

Im Open-Source-Umfeld  entstehen Weiterentwicklungen meistens durch einen konkreten Anwenderbedarf. Die Anwendungen werden auf den Nutzer ausgerichtet. Der Fortschritt ist also eine andauernde Reaktion auf den Markt. Die neue Initiative ist eine Bestätigung, dass Cloud Computing nicht nur eine Laune ist, sondern ein wichtiger IT-Trend. Ich bin gespannt, was es noch für Weiterentwicklungen geben wird.

Ich möchte euch die Top 11 Open-Cloud-Projekte vorstellen. Mark Hinkle stellte sie auf Basis der „The 2009 Cloudies Awards“ zusammen. John Willis veröffenlichte 2009 dieses Ranking. Er ist Cloud-Computing- und Systemmanagement-Experte. Er wählte einige Anwendungen aus, die seiner Expertenmeinung nach sehenswert sind – the Cloudies.

Nun aber zur ersten Open-Cloud-Anwendung…

Chef

Bei Chef handelt es sich um ein Integrations-Framework für das Konfigurationsmanagement aller Arten von IT Infrastrukturen. Es ist besonders für die Bereitstellung von Cloudumgebungen geeignet. Die Anwendung wird von Opscode entwickelt und gefördert. Im Prinzip wird mit Hilfe von Quellcode beschrieben, wie jeder Teil der Infrastruktur aufgebaut werden soll. Diese Infrastrukturbeschreibung wird anschließend einem Server zugeordnet. Bei richtiger Anwendung entsteht so eine vollautomatisierte Infrastruktur.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (3): „Eucalyptus” von Eucalyptus Systems Inc.

von Karola am 16. September 2011

Um die Reihe der Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) fortzuführen, möchte ich euch heut Eucalyptus vorstellen. Hinter dem floralen Namen verbirgt sich „Elastic Utility Computing Architecture Linking Your Programs To Useful Systems“. Eucalyptus unterstützt beim Erstellen einer Cloud-Computing-Infrastruktur für spezielle Clustersysteme oder einfache miteinander verbundene Arbeitsplatzrechner. Ein Eucalyptus-System vereint und verwaltet Ressourcen von Single-Cluster als auch Multi-Cluster-Systemen.

Eucalyptus hat seine Wurzeln an der University of California, Santa Barbara. Es entstand im Department of Computer Science als Forschungsprojekt der Universität. Mittlerweile hat sich daraus die Eucalyptus Systems Inc. herausgebildet. Sie pflegt die Anwendung und entwickelt sie weiter. Eucalyptus Systems Inc. ist der offizielle Ansprechpartner und bietet darüber hinaus weitere Dienstleitungen und Produkte sowie einen professionellen Support rund um Eucalyptus an. Neben dem kommerziellen Support kann man bei Fragen jedoch auch auf Foren der Eucalyptus-Community zurückgriffen.

Eucalyptus basiert auf gängigen Linux-Tools und grundlegenden Web-Service-Technologien, die eine einfache Installation und Wartung ermöglichen. Mit Hilfe von Eucalyptus können Umgebungen für Cloud Services geschaffen werden, sowohl Public Clouds auf Amazon’s Infrastruktur als auch Private Clouds im hauseigenen Rechenzentrum.

Das System besteht aus fünf Hauptkomponente:

  • Cloud Controller (CLC)
  • Cluster Controller (CC)
  • Node Controller (NC)
  • Walrus (W)
  • Storage Controller (SC)

Screenshot von Eucalyptus: Nutzerverwaltung

Quelle: Eucalyptus

Webseite: http://open.eucalyptus.com

Alt bewährtes in neuem Gewand – Mediencenter wird zur TelekomCloud

von Karola am 06. November 2011

Seit einigen Tagen schwebt nun auch eine magenta-farbene Wolke am Himmel der Online-Storage-Services. Die Telekom wirbt mit ihrem neuen Cloud-Angebot. So neu ist das Angebot jedoch nicht. Hinter der Cloud verbirgt sich das alt bekannte Mediencenter der Telekom, das schon seit mehreren Jahren als kostenlose Erweiterung für DSL-Anschlüsse und andere Verträge vermarktet wird. Der rosa Riese versucht sich im Bereich Cloud Computing und schlägt kräftig die Werbetrommel.

Bereits im März 2009 kündigte die Telekom das neue Produkt auf der Cebit an, damals jedoch als Telekom Mediencenter mit weniger Funktionen. Nach einer Runderneuerung im September 2009 wurde der kostenlose Online-Speicher im September 2010 von 1 GB auf 25 GB erweitert. Im September dieses Jahres erscheint das Mediencenter nun mit anderen Produkten zusammengefasst als “TelekomCloud” im neuen Gewand.

Herzstück des Online-Service ist das Telekom Mediencenter mit 25 GB. Die TelekomCloud besteht jedoch auch aus weiteren Produkten, wie beispielsweise einem kostenlosen E-Mail-Dienst, dem Telekom Music Shop sowie ein Fotoservice. Die TelekomCloud ist nicht nur Telekom-Kunden vorbehalten. Jeder kann das großzügige Angebot von 25 Gigabyte Speicher nutzen. Der Service ist auch für Kunden anderer Anbieter zugänglich. Das Angebot bringt lediglich eine neue T-Online-Mailadresse mit sich, die kostenlos angelegt werden kann.

Nach der Anmeldung kann es auch sofort losgehen, da die Cloud über jeden gängigen Browser bedienbar ist. Die Bedienoberfläche ist in sinnvolle Kategorien wie Fotos, Musik, Video und mehr unterteilt und einfach zu bedienen. Die Kategorien haben passende Bedienmöglichkeiten, etwa zum Abspielen von Musik oder Anlegen von Fotoalben. Die gespeicherten Daten können mit der Sharing-Funktion beliebig über E-Mail, Facebook oder Flickr mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

Quelle: Telekom

Durch die Einbindung über das WebDAV-Protokoll lassen sich beliebige Geräte anbinden. Das ist unter den Betriebsystemen Windows, Linux und Mac OS X ohne Zusatzprogramme möglich. Auch FileZilla oder Cyberduck können an die virtuelle Festplatte angebunden werden. Mit Hilfe von Verschlüsselung lassen sich Dateien sicher über das Internet abrufen.

Die TelekomCloud ist auch für „unterwegs“ gewappnet. Es gibt für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme kostenlose Apps, die den Zugriff vom Handy oder Tablet PC aus auf die Daten in der Cloud ermöglichen. Als Kunde von Telekom Entertain kann man sogar über den Fernseher auf den Online-Speicher zugreifen.

Für die einfachere Handhabung des Online-Speichers stellt die Telekom zusätzlich den Mediacenter Assistenten zur Verfügung. Die kostenlose Anwendung macht das Hochladen und Teilen von Dateien viel komfortabler. Sie werden außerdem bei der Suche nach Dateien unterstützt.

Vertrauen Sie der Cloud? Wie steht es um das Vertrauen in die Anbieter von Cloud Services?

von Andreas Junginger am 13. Februar 2012

Der weltweite Umsatz im Bereich Cloud Computing wird sich bis 2015 auf nahezu 73 Milliarden Dollar belaufen. Im Vergleich zum Jahr 2010 bedeutet diese Prognose über eine Verdreifachung des Umsatzvolumens. Parallel zu dieser Entwicklung wird damit gerechnet, dass EU-weit jährlich mindestens 70.000 neue Jobs im Cloud-Sektor entstehen. Diese Wachstumsprognosen entstammen einer gemeinsamen Studie von Roland Berger Strategy Consultants und der SAP AG, die Ende 2011 veröffentlicht wurde.

Vor dem Hintergrund der positiven Erwartungen für die Cloud Economy, macht die aktuelle TrustIT Studie der BITKOM und des Beratungsunternehmens Deloitte darauf aufmerksam, dass es dennoch einige Hürden für die Anbieter von Cloud Services zu meistern gibt. Diese Hürden betreffen vor allem das Vertrauensverhältnis der Kunden in die Anbieter. Aktuell wird das Vertrauen der Kunden erreicht, indem man sich durch fachliche Kompetenz auszeichnet und bereit ist, ein Maximum an Risiko und Verantwortung zu tragen.

Das tatsächliche Ausmaß an Vertrauen lässt sich anhand der Absicherungen definieren, die vertraglich zwischen Kunden und Anbietern festgelegt werden. Die Studie stellt dabei aber fest, dass die Absicherungsmechanismen der Verträge hauptsächlich auf Standardformulierungen gründen, die selten spezifische Ergänzungen enthalten. Nur ein geringer Anteil der Kunden setzt auf Vorgaben, die eigens an einem Anbieter ausgerichtet sind.

Ein weiterer Punkt, der das Maß an Vertrauen in einen Anbieter beeinflusst, ist die Sensitivität der Informationen und Daten, die von den Kunden geteilt werden. Auch der Anteil an komplexen und kritischen Prozessen der zentralen Wertschöpfung, die den Anbietern von Cloud Services übergeben werden, spielt eine Rolle bei der Ausprägung des Vertrauensverhältnisses.

Die Handlungsempfehlung, die sich aus den Erkenntnissen der Studie ergibt, fordert die Professionalisierung der Absicherungsinstrumente. Eine spezifische Anpassung der Kontrollmechanismen an den Geschäftspartner muss die Folge sein. Die Verfasser der Studie fordern zudem die Anbieter auf, ihrerseits mehr auf vertrauensbildende Maßnahmen zu setzen. Die Übernahme von Risiken und Verantwortung, sowie die Fokussierung auf den Umgang mit sensitiven Daten sollten im Mittelpunkt stehen. Anbieter von Cloud Services dürfen sich einen großen Wettbewerbsvorteil erhoffen, wenn sie ein nachhaltiges Angebot der beschriebenen Maßnahmen liefern.

Der offizielle Report zur Studie kann auf der Webseite von Deloitte heruntergeladen werden.

Backup Services in der Cloud – Was bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollte

von Andreas Junginger am 22. März 2012

Cloud-basierte Backup Services haben durch die prominentesten Anbieter dropbox, box.net und iCloud schon lange den Mainstream erreicht. Doch auch im Unternehmensumfeld wächst die Zahl der Anbieter von Backup-Lösungen stetig und schnell.

Bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters müssen einige Punkte beachtet werden, die eine sichere und performante Lösung für das Unternehmen garantieren. Im Folgenden werden relevante Themen vorgestellt, die bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollten: Read More »

IT-Outsourcing vs. Cloud Computing – Worin besteht der Unterschied?

von Karola am 30. Juni 2011

Unter IT-Outsourcing wird die Auslagerung von Arbeits-, Produktions- oder Geschäftsprozessen einer Institution an externe Dienstleister verstanden. Dabei kann die IT ganz oder auch nur in Teilen ausgelagert werden. Outsourcing ist heutzutage ein etablierter Bestandteil von Organisationsstrategien in vielen Unternehmen. Werden nur einzelne IT-Funktionen ausgelagert, so spricht man von selektivem Outsourcing, wird hingegen die gesamte IT ausgelagert, so nennt man dies totales Outsourcing.

Klassisch werden beim IT-Outsourcing die gemieteten Infrastrukturen nur von einem Kunden genutzt – im Sinne von Single-Tenant-Architektur. Dabei verfügt jeder Kunde letztlich über seine eigene Infrastruktur, auch wenn alle Kunden beim gleichen Anbieter sind. Es gibt zwei Varianten der Bereitstellung. Die ausgelagerte Infrastruktur und Software kann sich sowohl beim Kunden als auch beim Anbieter befinden. Die Verantwortung dafür trägt jedoch immer der externe Anbieter.

Prinzip der Single-Tenant-Architektur

Prinzip der Single-Tenant-Architektur

Nun könnte man meinen, dass es ja gar keinen Unterschied zwischen IT-Outsourcing und Cloud Computing gibt. Das stimmt jedoch nicht! Die Nutzung von Cloud Computing und den dazugehörigen Serviceangeboten ist im Wesentlichen ein Teilbereich des IT-Outsourcing. Es hebt sich jedoch durch einige Besonderheiten vom klassichen IT-Outsourcing ab.

Beim Cloud Computing werden integrierte, skalierbare und anpassungsfähige Applikationen zur Verfügung gestellt. Die Hard- und Software befinden sich in den Rechenzentren des Anbieters. Die sehr kurzfristige Anpassung an den tatsächlichen Bedarf ist viel schneller möglich als beim klassischen Outsourcing. Dadurch kann eine höhere Flexibilität bei geringeren Kosten erzielt werden.

Anders als beim IT-Outsourcing teilen sich in einer Cloud mehrere Nutzer eine gemeinsame Infrastruktur und sparen so zusätzlich. Die Ressourcen sind beim Cloud Computing dynamisch und können innerhalb viel kürzerer Zeit an den tatsächlichen Bedarf des Kunden angepasst werden. Der Kunde bestimmt selbst die Zugriffsdauer mittels einer Webschnittstelle, so dass die Dienste auf seine Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Cloud Computing ist mehr als nur ein Modewort. Durch die eingesetzten Techniken ist es möglich, die IT-Leistung dynamisch über mehrere Standorte zu verteilen. Der Kunde kann die genutzten Dienste und seine Ressourcen einfach von mehreren Orten aus abrufen. Diese können noch so weit geografisch verstreut sein (Inland oder Ausland). Als Kunde muss man sich also nicht auf einen Standort beschränken.

Cloud … On-Demand!

von Karola am 27. Juli 2011

Cloud Computing zeichnet sich durch hohe Flexibilität für Anbieter und Nutzer aus. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Prinzip von On-Demand-Services.

On-Demand bedeutet soviel wie „auf Anforderung“ oder „auf Abruf“. Der Begriff weist auf eine flexible zeitnahe Erfüllung von Anforderungen bzw. Nachfragen hin, z.B. bei Dienstleistungen, Waren oder Ähnlichem. On-Demand ist eng dem Begriff „As a Service“ verknüpft, da es immer um die Bereitstellung von Serviceangeboten geht.

Cloud Computing On-Demand bezeichnet die flexible Bereitstellung von Service-Modulen für den Cloud-Nutzer. Die Bereitstellung geschieht in der Regel durch einen Dienstleister/Anbieter. Die verwendeten Systeme und Prozesse müssen flexibel angelegt sein, da sie häufig Echtzeitforderungen unterliegen. Zur schnellen Reaktion und Erbringung der Leistung benötigen die Anbieter den vollen Zugriff auf die notwendigen Ressourcen.

Der Begriff entstand vor allem aufgrund von Service-Modulen im Bereich von Infrastruktur-Angeboten (Server, Storage, Backup, Netzwerk etc.). Heutzutage schließt On-Demand jedoch auch Middleware, Anwendungen bzw. Services ein.

Die Grundidee von On-Demand ist, dass die Ressourcennutzung optimal an die Business-Anforderungen angepasst werden kann. Für den Nutzer werden Dienstleistungen attraktiv, wenn es keine oder nur geringe

  • Vorlaufzeiten zur Bereitstellung der Servicemodule
  • Kündigungsfristen bei geringeren Abnahmemengen

gibt.

Während die Kunden ein Interesse an unbegrenzter Flexibilität haben, ist dies aus Sicht des Dienstleisters nicht uneingeschränkt möglich. Er benötigt Vorlaufzeiten zum Auf- und Ausbau von Infrastruktur. Auch aus kommerziellen Gründen sind bestimmte Bindungszeiten vorteilhaft.

Die erreichte Flexibilität von On-Demand überträgt sich ebenso auf dynamische Abrechnungsmodelle. Dazu gehört die Abrechnung nach dem Pay-per-use-Prinzip. Statt pro Arbeitsplatz und Jahr zahlt ein Kunde dann pro tatsächlicher Nutzung eines Service. Die individuelle Abrechnung ist möglich, da die Dauer der Nutzung von einer virtuellen Anwendung genau erfasst werden kann. Diese Anwendung wird von einem zentralen Server bereitgestellt. Cloud Computing als Evolution in der Technik führt zu einer „Revolution“ in Businessstrukturen. Die IT wird mit monatlichen Betriebsausgaben auf Basis einer nutzungsabhängigen Abrechnung genutzt.

On-Demand-Modelle sind gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen beliebt, weil sie nur eine geringe bzw. nicht notwendige Kapitalbindung erfordern. Aber auch größere Unternehmen nutzen die Vorteile von flexiblen Kostenstrukturen. Vor allem bei schwankenden oder zyklischen Anforderungen kann die Nutzung von On-Demand-Services von Vorteil sein.

Mit dem Zusatz „On-Demand“ werden einige positive Eigenschaften assoziiert – etwas geht schneller, sofort, flexibler usw. Dies haben auch die Marketingexperten erkannt und verwenden den Begriff unter Umständen irreführend. Einige Systeme oder Prozesse erhalten den Zusatz, obwohl nicht direkt erkennbar ist, was im speziellen Fall „auf Anforderung“ passiert. Daher sollte man On-Demand-Angebote ordentlich prüfen, ob es den eigenen Anforderungen genügt und ob die mit dem Begriff verbundenen positiven Eigenschaften zutreffen.