Präsentationenstool aus der Cloud – PREZI mal anders!

von Karola am 28. Januar 2012

Im Unternehmensalltag kommt man kaum noch ohne Präsentationen aus. Fast jeder ist mit den gängigen Office-Anwendungen vertraut. Dabei fällt es nicht immer leicht, mit den gegebenen Mitteln eine Präsentation mit „Wow“-Effekt zu erstellen. Die webbasierte Anwendung „Prezi“ geht neue Wege! Sie unterscheidet sich grundlegend von der Herangehensweise und bietet neue Möglichkeiten für innovative Präsentationen. Anstatt dem Folienprinzip, dass an eine Diashow erinnert, setzt Prezi auf eine Art zoombare Multimedia-Mindmap. Durch seine Neuartigkeit schaffte es Prezi 2010 in die Liste der fünf besten Präsentationstools in einer Lifehacker-Umfrage.

Hintergrund

Bereits 2007 wurde Prezi vom ungarischen Künstler Adam Somlai-Fischer und dem Computerwissenschaftler Peter Halacsy entwickelt. Die beiden setzten sich zum Ziel, ein spezielles, modernes Präsentationsprogramm für Architekten zu kreieren. Unter der Führung von Peter Arvai wurde Prezi dann 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Förderern von Prezi gehören seit 2009 die TED (Technology-Entertainment-Design- Konferenz) und die Firma Sunstone Capital.

Funktionen

Prezi ist ein plattformunabhängiges Präsentationsprogramm und basiert auf Flash. Somit kann es ganz einfach ohne Installation genutzt werden. Anhand der Flash-Technologie kann der Nutzer eine Präsentation auf einer virtuellen, unendlich großen Präsentationsfläche erstellen. Die Besonderheit ist, dass man sich durch Maussteuerung frei auf dem „Blatt“ (interaktiven Whiteboard) bewegen kann: Inhalte drehen, hinein- und heraus zoomen. Jegliche Objekte der Präsentation können beliebig vergrößert, verkleinert, gedreht und verschoben werden.
Anfangs ist die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig und man muss umdenken, aber für das Ergebnis lohnt es sich auf jeden Fall. Gerade die Idee des Hinein- und Hinauszoomens ermöglicht es, Details näher zu beleuchten, ohne „das große Ganze“ aus den Augen zu verlieren. Zudem können mehr Dateien, Bilder und Videos integriert werden als bei herkömmlichen Programmen (Grafiken, Videos, PDFs oder Flash-Dateien). Diese neuen Mittel machen Prezi zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für PowerPoint und seine Alternativen. Auch das Arbeiten mit mehreren Personen ist kein Problem, denn es gibt einen Mehrbenutzermodus (ma. 10 Personen).
Mit Prezi können Sie nicht nur online Präsentationen erstellen, sondern auch starten und teilen nach dem Sharing-Prinzip im Social-Media-Bereich. Nach einer Registrierung können Sie jederzeit, von überall auf Ihre Präsentationen zugreifen, diese bearbeiten oder neue erstellen. Fertige Präsentationen können sowohl online auf prezi.com als auch offline im Browser gezeigt werden. Prezi macht es einem auch einfach, wenn man seine Präsentation in die eigene Website einbetten möchte.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass einzelne Formate, wie Videos oder Bilder, nicht mehr einzeln exportiert werden können, wenn sie einmal in der Präsentation eingearbeitet sind. Dadurch ist der Austausch oder die Übernahme von Präsentationsteilen oder eine maschinelle Durchsuchbarkeit nicht mehr möglich.

Versionen

Prezi baut auf einem Freemium-Geschäftsmodell auf. Es ist frei im Internet zugänglich und bietet in der freien Basisversion Public 100 MB Datenspeicher. Diese sind allerdings öffentlich einsehbar und mit einem Prezi-Logo gekennzeichnet. Es gibt eine weitere kostenlose Version speziell für Studenten und Lehrer/Dozenten mit einer gültigen E-Mailadresse der Bildungseinrichtung.
Prezi bietet dazu zwei kostenpflichtige Versionen: Enjoy und Pro. Durch den Kauf erhält der Nutzer unterschiedliche erweitere Funktionen und 500 MB bzw. 2.000 MB Speicherkapazität in der Prezi-Cloud. Die Testversion steht 30 Tage kostenlos zur Verfügung.

Fazit: Prezi macht kreative Präsentationen möglich. Die Anwendung bietet maximale Flexibilität und umfangreiche Präsentationsmöglichkeiten. Die neue Art der Handhabung sollte nicht abschrecken, denn es gibt einige Vorlagen und Farbschemen für Präsentationen. So kann sich die Lösung aus der Cloud durchaus gegen PowerPoint & Co. behaupten.
Probieren Sie es selbst! Auf prezi.com finden sich eine Reihe von Beispielpräsentationen. Außerdem nachfolgend eine Präsentation von Prezi selbst, wie man eine gute Präsentation erstellt.

Backup Services in der Cloud – Was bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollte

von Andreas Junginger am 22. März 2012

Cloud-basierte Backup Services haben durch die prominentesten Anbieter dropbox, box.net und iCloud schon lange den Mainstream erreicht. Doch auch im Unternehmensumfeld wächst die Zahl der Anbieter von Backup-Lösungen stetig und schnell.

Bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters müssen einige Punkte beachtet werden, die eine sichere und performante Lösung für das Unternehmen garantieren. Im Folgenden werden relevante Themen vorgestellt, die bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollten: Read More »

Cloud Computing im Klartext

von Karola am 25. Juni 2011

Neben den vielen Erklärungsversuchen bin ich bei meiner Recherche nun doch noch auf eine offizielle Definition von „Cloud Computing“ gestoßen. Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST 01/2011) bestimmt fünf wesentliche Eigenschaften des Cloud Computing:

  • On-Demand-Self-Service (Selbstbedienung und Serviceleistung auf Anforderung)

Alle Dienste sind auf Anforderung und selbständig vom Kunden nutzbar, ohne eine erforderliche
Interaktion mit dem Serviceanbieter.

  • Broad network access (Netzwerkbasierter Zugang)

Die Dienste sind in Echtzeit über ein Netzwerk nutzbar und sollen durch die Verwendung von Standardtechnologien von unterschiedlichen Plattformen abgerufen werden (z.B. Mobiltelefone, Laptops und PDAs).

  • Resource pooling (Ressourcenbündelung)

Die IT-Ressourcen werden gebündelt und für mehrere Nutzer (Mandanten) bereitgestellt. Für jeden Nutzer werden je nach dem tatsächlichen Bedarf, die Ressourcen zugewiesen. Beispiele für Ressourcen sind z.B. Speicher, Netzwerk-Bandbreite und virtuellen Maschinen.

  • Rapid elasticity (Schnelle Anpassungsfähigkeit)

Vorhandene Ressourcen werden schnell und flexibel zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichen Quantitäten erlauben so eine Skalierung von Systemen. Beim Nutzer entsteht die Vorstellung von unendlich verfügbaren Ressourcen.

  • Measured Service (Messbare Dienstleistung)

Die Dienste müssen quantitativ und qualitativ messbar sein, so dass eine nutzungsabhängige Abrechnung und Validierung der Dienstqualität möglich ist. Die Ressourcennutzung wird gesteuert und dokumentiert, so dass sowohl für die Anbieter und als auch für Nutzer der verwendeten Dienste Transparenz geschaffen wird.

Die genannten Eigenschaften wirken womöglich etwas abstrakt. Wir werden die einzelnen Aspekte aber noch genauer anschauen. Welche Service-Modelle gibt es zum Beispiel? Mehr dazu im nächsten Post.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (3): „Eucalyptus” von Eucalyptus Systems Inc.

von Karola am 16. September 2011

Um die Reihe der Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) fortzuführen, möchte ich euch heut Eucalyptus vorstellen. Hinter dem floralen Namen verbirgt sich „Elastic Utility Computing Architecture Linking Your Programs To Useful Systems“. Eucalyptus unterstützt beim Erstellen einer Cloud-Computing-Infrastruktur für spezielle Clustersysteme oder einfache miteinander verbundene Arbeitsplatzrechner. Ein Eucalyptus-System vereint und verwaltet Ressourcen von Single-Cluster als auch Multi-Cluster-Systemen.

Eucalyptus hat seine Wurzeln an der University of California, Santa Barbara. Es entstand im Department of Computer Science als Forschungsprojekt der Universität. Mittlerweile hat sich daraus die Eucalyptus Systems Inc. herausgebildet. Sie pflegt die Anwendung und entwickelt sie weiter. Eucalyptus Systems Inc. ist der offizielle Ansprechpartner und bietet darüber hinaus weitere Dienstleitungen und Produkte sowie einen professionellen Support rund um Eucalyptus an. Neben dem kommerziellen Support kann man bei Fragen jedoch auch auf Foren der Eucalyptus-Community zurückgriffen.

Eucalyptus basiert auf gängigen Linux-Tools und grundlegenden Web-Service-Technologien, die eine einfache Installation und Wartung ermöglichen. Mit Hilfe von Eucalyptus können Umgebungen für Cloud Services geschaffen werden, sowohl Public Clouds auf Amazon’s Infrastruktur als auch Private Clouds im hauseigenen Rechenzentrum.

Das System besteht aus fünf Hauptkomponente:

  • Cloud Controller (CLC)
  • Cluster Controller (CC)
  • Node Controller (NC)
  • Walrus (W)
  • Storage Controller (SC)

Screenshot von Eucalyptus: Nutzerverwaltung

Quelle: Eucalyptus

Webseite: http://open.eucalyptus.com

Alt bewährtes in neuem Gewand – Mediencenter wird zur TelekomCloud

von Karola am 06. November 2011

Seit einigen Tagen schwebt nun auch eine magenta-farbene Wolke am Himmel der Online-Storage-Services. Die Telekom wirbt mit ihrem neuen Cloud-Angebot. So neu ist das Angebot jedoch nicht. Hinter der Cloud verbirgt sich das alt bekannte Mediencenter der Telekom, das schon seit mehreren Jahren als kostenlose Erweiterung für DSL-Anschlüsse und andere Verträge vermarktet wird. Der rosa Riese versucht sich im Bereich Cloud Computing und schlägt kräftig die Werbetrommel.

Bereits im März 2009 kündigte die Telekom das neue Produkt auf der Cebit an, damals jedoch als Telekom Mediencenter mit weniger Funktionen. Nach einer Runderneuerung im September 2009 wurde der kostenlose Online-Speicher im September 2010 von 1 GB auf 25 GB erweitert. Im September dieses Jahres erscheint das Mediencenter nun mit anderen Produkten zusammengefasst als „TelekomCloud“ im neuen Gewand.

Herzstück des Online-Service ist das Telekom Mediencenter mit 25 GB. Die TelekomCloud besteht jedoch auch aus weiteren Produkten, wie beispielsweise einem kostenlosen E-Mail-Dienst, dem Telekom Music Shop sowie ein Fotoservice. Die TelekomCloud ist nicht nur Telekom-Kunden vorbehalten. Jeder kann das großzügige Angebot von 25 Gigabyte Speicher nutzen. Der Service ist auch für Kunden anderer Anbieter zugänglich. Das Angebot bringt lediglich eine neue T-Online-Mailadresse mit sich, die kostenlos angelegt werden kann.

Nach der Anmeldung kann es auch sofort losgehen, da die Cloud über jeden gängigen Browser bedienbar ist. Die Bedienoberfläche ist in sinnvolle Kategorien wie Fotos, Musik, Video und mehr unterteilt und einfach zu bedienen. Die Kategorien haben passende Bedienmöglichkeiten, etwa zum Abspielen von Musik oder Anlegen von Fotoalben. Die gespeicherten Daten können mit der Sharing-Funktion beliebig über E-Mail, Facebook oder Flickr mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

Quelle: Telekom

Durch die Einbindung über das WebDAV-Protokoll lassen sich beliebige Geräte anbinden. Das ist unter den Betriebsystemen Windows, Linux und Mac OS X ohne Zusatzprogramme möglich. Auch FileZilla oder Cyberduck können an die virtuelle Festplatte angebunden werden. Mit Hilfe von Verschlüsselung lassen sich Dateien sicher über das Internet abrufen.

Die TelekomCloud ist auch für „unterwegs“ gewappnet. Es gibt für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme kostenlose Apps, die den Zugriff vom Handy oder Tablet PC aus auf die Daten in der Cloud ermöglichen. Als Kunde von Telekom Entertain kann man sogar über den Fernseher auf den Online-Speicher zugreifen.

Für die einfachere Handhabung des Online-Speichers stellt die Telekom zusätzlich den Mediacenter Assistenten zur Verfügung. Die kostenlose Anwendung macht das Hochladen und Teilen von Dateien viel komfortabler. Sie werden außerdem bei der Suche nach Dateien unterstützt.

Vertrauen Sie der Cloud? Wie steht es um das Vertrauen in die Anbieter von Cloud Services?

von Andreas Junginger am 13. Februar 2012

Der weltweite Umsatz im Bereich Cloud Computing wird sich bis 2015 auf nahezu 73 Milliarden Dollar belaufen. Im Vergleich zum Jahr 2010 bedeutet diese Prognose über eine Verdreifachung des Umsatzvolumens. Parallel zu dieser Entwicklung wird damit gerechnet, dass EU-weit jährlich mindestens 70.000 neue Jobs im Cloud-Sektor entstehen. Diese Wachstumsprognosen entstammen einer gemeinsamen Studie von Roland Berger Strategy Consultants und der SAP AG, die Ende 2011 veröffentlicht wurde.

Vor dem Hintergrund der positiven Erwartungen für die Cloud Economy, macht die aktuelle TrustIT Studie der BITKOM und des Beratungsunternehmens Deloitte darauf aufmerksam, dass es dennoch einige Hürden für die Anbieter von Cloud Services zu meistern gibt. Diese Hürden betreffen vor allem das Vertrauensverhältnis der Kunden in die Anbieter. Aktuell wird das Vertrauen der Kunden erreicht, indem man sich durch fachliche Kompetenz auszeichnet und bereit ist, ein Maximum an Risiko und Verantwortung zu tragen.

Das tatsächliche Ausmaß an Vertrauen lässt sich anhand der Absicherungen definieren, die vertraglich zwischen Kunden und Anbietern festgelegt werden. Die Studie stellt dabei aber fest, dass die Absicherungsmechanismen der Verträge hauptsächlich auf Standardformulierungen gründen, die selten spezifische Ergänzungen enthalten. Nur ein geringer Anteil der Kunden setzt auf Vorgaben, die eigens an einem Anbieter ausgerichtet sind.

Ein weiterer Punkt, der das Maß an Vertrauen in einen Anbieter beeinflusst, ist die Sensitivität der Informationen und Daten, die von den Kunden geteilt werden. Auch der Anteil an komplexen und kritischen Prozessen der zentralen Wertschöpfung, die den Anbietern von Cloud Services übergeben werden, spielt eine Rolle bei der Ausprägung des Vertrauensverhältnisses.

Die Handlungsempfehlung, die sich aus den Erkenntnissen der Studie ergibt, fordert die Professionalisierung der Absicherungsinstrumente. Eine spezifische Anpassung der Kontrollmechanismen an den Geschäftspartner muss die Folge sein. Die Verfasser der Studie fordern zudem die Anbieter auf, ihrerseits mehr auf vertrauensbildende Maßnahmen zu setzen. Die Übernahme von Risiken und Verantwortung, sowie die Fokussierung auf den Umgang mit sensitiven Daten sollten im Mittelpunkt stehen. Anbieter von Cloud Services dürfen sich einen großen Wettbewerbsvorteil erhoffen, wenn sie ein nachhaltiges Angebot der beschriebenen Maßnahmen liefern.

Der offizielle Report zur Studie kann auf der Webseite von Deloitte heruntergeladen werden.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (1): „Chef“ von Opscode

von Karola am 31. August 2011

Wie versprochen startet heut die Vorstellungsrunde für einige Open-Source-Cloud-Anwendungen. Die Open Cloud Initiative war eine Reaktion auf die aktuelle Marktsituation. Die Open-Source-Community hat erkannt, dass hohes Potenzial in der Cloud-Branche steckt. Es schien wohl einfacher, sich zu verbünden als einen Konkurrenzkampf zu starten.

Im Open-Source-Umfeld  entstehen Weiterentwicklungen meistens durch einen konkreten Anwenderbedarf. Die Anwendungen werden auf den Nutzer ausgerichtet. Der Fortschritt ist also eine andauernde Reaktion auf den Markt. Die neue Initiative ist eine Bestätigung, dass Cloud Computing nicht nur eine Laune ist, sondern ein wichtiger IT-Trend. Ich bin gespannt, was es noch für Weiterentwicklungen geben wird.

Ich möchte euch die Top 11 Open-Cloud-Projekte vorstellen. Mark Hinkle stellte sie auf Basis der „The 2009 Cloudies Awards“ zusammen. John Willis veröffenlichte 2009 dieses Ranking. Er ist Cloud-Computing- und Systemmanagement-Experte. Er wählte einige Anwendungen aus, die seiner Expertenmeinung nach sehenswert sind – the Cloudies.

Nun aber zur ersten Open-Cloud-Anwendung…

Chef

Bei Chef handelt es sich um ein Integrations-Framework für das Konfigurationsmanagement aller Arten von IT Infrastrukturen. Es ist besonders für die Bereitstellung von Cloudumgebungen geeignet. Die Anwendung wird von Opscode entwickelt und gefördert. Im Prinzip wird mit Hilfe von Quellcode beschrieben, wie jeder Teil der Infrastruktur aufgebaut werden soll. Diese Infrastrukturbeschreibung wird anschließend einem Server zugeordnet. Bei richtiger Anwendung entsteht so eine vollautomatisierte Infrastruktur.

Das Wort zur Cloud – Schriftenreihe der Initiative „Cloud Services Made in Germany“

von Karola am 31. Juli 2011

In der Initiative „Cloud Services Made in Germany“ haben sich in Deutschland ansässige Anbieter zusammengeschlossen. Die Beteiligten kommen aus den unterschiedlichsten Cloud Computing-Branchen (IaaS, PaaS, SaaS). Die Initiative wurde im Juli 2010 von der AppSphere AG ins Leben gerufenen und widmet sich wichtigen Fragen rund um Cloud Computing im deutschen Markt. Warum ist die Idee der „German Cloud“ berechtigt und wie wird sich das Thema Cloud Computing in Deutschland künftig entwickeln?

Mit einer Interviewreihe unter dem Titel „Initiative Cloud Services Made in Germany im Gespräch…“ startet die Initiative „Cloud Services Made in Germany“ eine Schriftenreihe zu Themen aus dem Bereich Cloud Computing. An der Schriftenreihe beteiligten sich 26 Unternehmen, die auch an der an der Initiative beteiligt sind. Im Interview stellen sich die Unternehmen kurz vor und beschreiben ihre Cloud-Produkte. Die einzelnen Unternehmen beantworten außerdem, warum es sich aus ihrer Sicht lohnt nach Cloud Services „Made in Germany“ Ausschau zu halten. Jedes Unternehmen gibt abschließend ein persönliches Kommentar bzw. eine Prognose zur Entwicklung des deutschen Cloud-Computing-Marktes. Die Interviews der aktuellen Schriftreihe wurden im Juni 2011 zusammengestellt. Die Interviewreihe soll in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Dadurch haben auch Unternehmen eine Chance auf Präsentation und Meinungsäußerung, die zukünftig zur Initiative „Cloud Services Made in Germany“ dazu stoßen.

Weitere Informationen zur Initiative „Cloud Services Made in Germany“ findet ihr unter http://www.cloud-services-made-in-germany.de . Die Initiative möchte mit Ihrer Schriftenreihe das Thema Cloud Computing regelmäßig beleuchten. Auf der Website könnt ihr Band 1 der Schriftenreihe direkt herunterladen.

Cloud-IT im Rückblick – Wer hat sich profiliert und wer hat noch viel zu tun?

von Karola am 29. Dezember 2011

Das Geschäftsjahr neigt sich dem Ende. Eines ist dieses Jahr deutlich geworden – Cloud Computing ist nicht mehr wegzudenken und viele IT-Unternehmen springen auf die Wolke auf. Das Jahresende ist eine gute Gelegenheit, sich die Lage der fünf führenden IT-Unternehmen im Rückblick genauer anzusehen.
Wichtige Trends waren dieses Jahr Cloud Computing im Kontext von Mobilität und Social Web. Für so manchen Konzern der „Big Five“ (HP, IBM, Microsoft, Oracle, SAP) waren die Trends eine große Herausforderung. Einige haben sie besser und andere schlechter gemeistert.
In diesem Jahr schien es so als hätte Hewlett-Packard (HP) strategische Probleme gehabt. Es wurde viel Geld investiert, jedoch auch einige Fehlentscheidungen getroffen. Es hat sich gezeigt, dass sich die Entwicklung von einzelnen Bausteinen nicht rentiert. Nun will man bei HP im neuen auf Kundenorientierung setzen und komplette Cloud-Lösungen anbieten. Dafür muss der Konzern jedoch sein Service- und Softwaregeschäft erheblich ausbauen. Das neue Jahr soll mit einer strategischen Neuausrichtung wieder zum Erfolg führen.
Anders sieht es bei IBM aus. Der Konzern scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Die betriebswirtschaftlichen Zahlen stimmen und die Aussichten sind gut. Grund dafür ist die Ausgewogenheit bei Technologie-, Produkt- und Serviceangeboten. So scheint es als wäre IBM momentan relativ krisenresistent. Das Unternehmen ist mit Business Intelligence, Cloud Computing, Social und kollaborativen Werkzeugen am Puls der Zeit. Auch die neue Führung, Virginia Rometty, lässt mit ihrer Erfahrung auf ein positives Jahr 2012 hoffen.
Im Gegensatz dazu scheint sich Microsoft in einer Krise zu befinden. Vor allem die aktiven Unternehmen Apple und Google machen Microsoft schwer zu schaffen. Der etablierte Konzern Microsoft hechtet den neusten Trends hinterher und ist ständig im Zugzwang. Die Konkurrenz bestimmt, wie es in der Mobilität weitergeht. Daneben sieht Microsoft etwas blass aus. Die neue Kooperation mit Nokia muss gefestigt werden und überzeigen, um wieder auf dem Markt voran zu kommen.
Auch Oracle steht momentan gut da. Jedoch gibt es ein paar Knackpunkte, die die Stabilität des Erfolgs beeinflussen könnten. Analytische Datenbanken mit In-Memory-Technologien sind auf dem Vormarsch, aber SAP stellt in diesem Bereich eine große Konkurrenz da. Der Wettbewerb könnte positiv oder negative für Oracle ausgehen. Weitere Minuspunkte für Oracle sind, dass der Konzern Marktanteile im Bereich Business Intelligence verliert und dessen Integration immer noch viel Aufwand verursacht.
Ein leuchtender Stern am Cloud-Himmel ist SAP aus Walldorf. Das Unternehmen überzeugt mit innovativen Ideen seine treuen Kunden. Mit viel Schwung widmet man sich der Weiterentwicklung. Die bisherigen Jahre haben dazu beigetragen, dass SAP mit seinen Produkten gereift ist. Mit der richtigen Strategie und praktischen Lösungen kann sich SAP auf dem Cloud-Computing-Markt etablieren. Auch im Bereich Mobilität ist SAP mit der eingekauften Plattform von Sybase vorne mit dabei.
Als Fazit lässt sich feststellen: IBM und SAP sind die Gewinner im Jahr 2011, bei denen es geschäftlich relativ rund läuft. Im Unterschied dazu, gibt es bei Microsoft, Oracle und vor allem HP noch viel zu tun. Das Ziel sollte sein, mit Innovation zu überzeugen. Denn Apple und Google machen zunehmend Druck. Es wird in Zukunft nicht gerade leichter werden, sich für die künftigen Wachstumsfelder Cloud Computing, Mobilität und Social Web zu transformieren.

Neues Jahr – Neue Chancen! Welche Cloud-Trends bringt 2012?

von Karola am 03. Januar 2012

Cloud Computing hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass Unternehmen immer flexibler auf Marktveränderungen reagieren können. Der Mut zu Experimenten und Innovationen ist dadurch gestiegen. Cloud Computing ist inzwischen anerkannt als Alternative zu traditionellen IT-Umgebungen. Es steckt jedoch noch viel Potenzial in der Cloud. Deshalb wird sich die Technologie im neuen Jahr noch weiterentwickeln. Drei der möglichen Trends für 2012 möchte ich euch kurz vorstellen.

Trend 1: Management von Cloud-Diensten

Die Nutzung von Cloud Computing ist inzwischen in vielen Branchen etabliert. Es zeigt sich, dass viele Unternehmen mehrere Cloud-Modelle kombiniert nutzen (einschließlich SaaS, IaaS und PaaS). Hinzu kommt die gemischte Nutzung von Public, Private und Hybrid Clouds sowie der traditionellen IT-Umgebung.
Für die Cloud-Anbieter bedeutet das, dass Cloud-Service-Management zu einem Erfolgsfaktor werden wird. Die Kunden erwarten, dass der gebotene Service relative problemlos mit anderen Cloud-Lösungen kombiniert werden kann. Wenn dies funktioniert, werden auch die Kunden den Service gut annehmen. Über Erfolg und Misserfolg entscheiden letztendlich Cloud-Management-Strategien für die Planung und Umsetzung von Cloud-Computing-Projekten.

Trend 2: Cloud Security entwickelt sich weiter – Datenschutz, Compliance und Governance

Viele Unternehmen und Führungskräfte sorgen sich um die Sicherheit in der Cloud, besonders bei Public-Cloud-Lösungen. Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen zur Gewährleistung der Sicherheit, aber keinen wirklichen anerkannten Standard im Sinne von „Cloud Security“. Dies wird sich in diesem Jahr deutlich ändern. Die Bestrebungen gehen dahin, Festlegungen und Regeln für die Cloud-Sicherheit und deren Prozesse zu verfeinern. Aufgrund dieser Entwicklung wird sich zeigen, welche Wolke inkl. der Sicherheitsmaßnahmen unter welchen Umständen die beste ist.
In der Praxis bedeutet es, dass offene Clouds mit niedrigerem Sicherheitsstandard eher unattraktiv für Unternehmen sind. Denn wer mit sensiblen Daten arbeitet, möchte seine Daten in Sicherheit wissen. Immer mehr Kunden möchten also ein geregeltes Sicherheitssystem in der Cloud mit Datenschutz, Compliance und Governance.

Trend 3: Service Level Agreement als wichtiges Vertragskriterium

Im Bereich der Abrechnung von Cloud-Dienstleistungen sind Dienstgütevereinbarungen/Service Level Agreements (SLA) ein gängiges Mittel. Die Idee ist also nicht neu. SLA ist die vertragliche Basis zwischen Kunde und Anbieter der Cloud-Dienste für wiederkehrende Dienstleistungen. Es ist eine Möglichkeit, um Leistungseigenschaften wie etwa Leistungsumfang, Reaktionszeit und Schnelligkeit der Bearbeitung transparent zu machen und zu kontrollieren. In der Vereinbarung wird ebenfalls bestimmt, welche Qualität bzw. Dienstgüte die Dienstleistungen haben können.
Der Trend für 2012 ist schlussendlich, dass die Kunden die Festlegungen der etablierten Abrechnungsmethode immer genauer analysieren. Jeder Cloud-Anbieter wird unter die Lupe genommen und schon kleine Unterschiede im SLA werden für die Vertragsvergabe ausschlaggebend sein. Die Kunden möchten sich sicher fühlen und ihre Anforderungen an die SLA werden steigen.