Cloud-IT im Rückblick – Wer hat sich profiliert und wer hat noch viel zu tun?

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von Karola am 29. Dezember 2011 – 17:59
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Das Geschäftsjahr neigt sich dem Ende. Eines ist dieses Jahr deutlich geworden – Cloud Computing ist nicht mehr wegzudenken und viele IT-Unternehmen springen auf die Wolke auf. Das Jahresende ist eine gute Gelegenheit, sich die Lage der fünf führenden IT-Unternehmen im Rückblick genauer anzusehen.
Wichtige Trends waren dieses Jahr Cloud Computing im Kontext von Mobilität und Social Web. Für so manchen Konzern der „Big Five“ (HP, IBM, Microsoft, Oracle, SAP) waren die Trends eine große Herausforderung. Einige haben sie besser und andere schlechter gemeistert.
In diesem Jahr schien es so als hätte Hewlett-Packard (HP) strategische Probleme gehabt. Es wurde viel Geld investiert, jedoch auch einige Fehlentscheidungen getroffen. Es hat sich gezeigt, dass sich die Entwicklung von einzelnen Bausteinen nicht rentiert. Nun will man bei HP im neuen auf Kundenorientierung setzen und komplette Cloud-Lösungen anbieten. Dafür muss der Konzern jedoch sein Service- und Softwaregeschäft erheblich ausbauen. Das neue Jahr soll mit einer strategischen Neuausrichtung wieder zum Erfolg führen.
Anders sieht es bei IBM aus. Der Konzern scheint auf dem richtigen Weg zu sein. Die betriebswirtschaftlichen Zahlen stimmen und die Aussichten sind gut. Grund dafür ist die Ausgewogenheit bei Technologie-, Produkt- und Serviceangeboten. So scheint es als wäre IBM momentan relativ krisenresistent. Das Unternehmen ist mit Business Intelligence, Cloud Computing, Social und kollaborativen Werkzeugen am Puls der Zeit. Auch die neue Führung, Virginia Rometty, lässt mit ihrer Erfahrung auf ein positives Jahr 2012 hoffen.
Im Gegensatz dazu scheint sich Microsoft in einer Krise zu befinden. Vor allem die aktiven Unternehmen Apple und Google machen Microsoft schwer zu schaffen. Der etablierte Konzern Microsoft hechtet den neusten Trends hinterher und ist ständig im Zugzwang. Die Konkurrenz bestimmt, wie es in der Mobilität weitergeht. Daneben sieht Microsoft etwas blass aus. Die neue Kooperation mit Nokia muss gefestigt werden und überzeigen, um wieder auf dem Markt voran zu kommen.
Auch Oracle steht momentan gut da. Jedoch gibt es ein paar Knackpunkte, die die Stabilität des Erfolgs beeinflussen könnten. Analytische Datenbanken mit In-Memory-Technologien sind auf dem Vormarsch, aber SAP stellt in diesem Bereich eine große Konkurrenz da. Der Wettbewerb könnte positiv oder negative für Oracle ausgehen. Weitere Minuspunkte für Oracle sind, dass der Konzern Marktanteile im Bereich Business Intelligence verliert und dessen Integration immer noch viel Aufwand verursacht.
Ein leuchtender Stern am Cloud-Himmel ist SAP aus Walldorf. Das Unternehmen überzeugt mit innovativen Ideen seine treuen Kunden. Mit viel Schwung widmet man sich der Weiterentwicklung. Die bisherigen Jahre haben dazu beigetragen, dass SAP mit seinen Produkten gereift ist. Mit der richtigen Strategie und praktischen Lösungen kann sich SAP auf dem Cloud-Computing-Markt etablieren. Auch im Bereich Mobilität ist SAP mit der eingekauften Plattform von Sybase vorne mit dabei.
Als Fazit lässt sich feststellen: IBM und SAP sind die Gewinner im Jahr 2011, bei denen es geschäftlich relativ rund läuft. Im Unterschied dazu, gibt es bei Microsoft, Oracle und vor allem HP noch viel zu tun. Das Ziel sollte sein, mit Innovation zu überzeugen. Denn Apple und Google machen zunehmend Druck. Es wird in Zukunft nicht gerade leichter werden, sich für die künftigen Wachstumsfelder Cloud Computing, Mobilität und Social Web zu transformieren.

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