IT-Outsourcing vs. Cloud Computing – Worin besteht der Unterschied?

von Karola am 30. Juni 2011

Unter IT-Outsourcing wird die Auslagerung von Arbeits-, Produktions- oder Geschäftsprozessen einer Institution an externe Dienstleister verstanden. Dabei kann die IT ganz oder auch nur in Teilen ausgelagert werden. Outsourcing ist heutzutage ein etablierter Bestandteil von Organisationsstrategien in vielen Unternehmen. Werden nur einzelne IT-Funktionen ausgelagert, so spricht man von selektivem Outsourcing, wird hingegen die gesamte IT ausgelagert, so nennt man dies totales Outsourcing.

Klassisch werden beim IT-Outsourcing die gemieteten Infrastrukturen nur von einem Kunden genutzt – im Sinne von Single-Tenant-Architektur. Dabei verfügt jeder Kunde letztlich über seine eigene Infrastruktur, auch wenn alle Kunden beim gleichen Anbieter sind. Es gibt zwei Varianten der Bereitstellung. Die ausgelagerte Infrastruktur und Software kann sich sowohl beim Kunden als auch beim Anbieter befinden. Die Verantwortung dafür trägt jedoch immer der externe Anbieter.

Prinzip der Single-Tenant-Architektur

Nun könnte man meinen, dass es ja gar keinen Unterschied zwischen IT-Outsourcing und Cloud Computing gibt. Das stimmt jedoch nicht! Die Nutzung von Cloud Computing und den dazugehörigen Serviceangeboten ist im Wesentlichen ein Teilbereich des IT-Outsourcing. Es hebt sich jedoch durch einige Besonderheiten vom klassichen IT-Outsourcing ab.

Beim Cloud Computing werden integrierte, skalierbare und anpassungsfähige Applikationen zur Verfügung gestellt. Die Hard- und Software befinden sich in den Rechenzentren des Anbieters. Die sehr kurzfristige Anpassung an den tatsächlichen Bedarf ist viel schneller möglich als beim klassischen Outsourcing. Dadurch kann eine höhere Flexibilität bei geringeren Kosten erzielt werden.

Anders als beim IT-Outsourcing teilen sich in einer Cloud mehrere Nutzer eine gemeinsame Infrastruktur und sparen so zusätzlich. Die Ressourcen sind beim Cloud Computing dynamisch und können innerhalb viel kürzerer Zeit an den tatsächlichen Bedarf des Kunden angepasst werden. Der Kunde bestimmt selbst die Zugriffsdauer mittels einer Webschnittstelle, so dass die Dienste auf seine Bedürfnisse zugeschnitten werden.

Cloud Computing ist mehr als nur ein Modewort. Durch die eingesetzten Techniken ist es möglich, die IT-Leistung dynamisch über mehrere Standorte zu verteilen. Der Kunde kann die genutzten Dienste und seine Ressourcen einfach von mehreren Orten aus abrufen. Diese können noch so weit geografisch verstreut sein (Inland oder Ausland). Als Kunde muss man sich also nicht auf einen Standort beschränken.

Interview der Woche – 9 Fragen an Kathleen Fritzsche von Conceptboard

von Andreas Junginger am 17. April 2012

In einer neuen Rubrik möchten wir unseren Lesern innovative Unternehmen und Ihre Angebote vorstellen. Das ganze läuft unter dem Titel „Interview der Woche“ und gibt Unternehmen und Dienstleistern die Möglichkeit, sich und ihre Ideen durch 9 Fragen vorzustellen.

Wir freuen uns, das erste „Interview der Woche“ mit Kathleen Fritzsche (VP PR & Marketing) von Conceptboard führen zu dürfen:

Logo von Conceptboard

Was steckt hinter Conceptboard und was macht Ihre Firma so erfolgreich?

Wir bieten eine Plattform für Visual Online-Collaboration, also der Zusammenarbeit auf visuellen und grafischen Inhalten – mit mehreren Teilnehmern, praktisch von überall aus. Conceptboard kann man sich wie ein großes Online-Whiteboard mit vielen unterschiedlichen Features vorstellen, wobei die Teamarbeit und die Lösung der damit verbundenen Herausforderungen (Diskussion, Feedback, Abstimmung) im Vordergrund stehen.

Conceptboard fördert die Kollaboration in Business-Projekten, aber auch im Kreativbereich oder im Bildungsbereich, z.B. durch die interaktive Gestaltung des Unterrichts. Insgesamt ist das Tool für alle Zielgruppen interessant, die die Arbeit mit grafischen Inhalten einfacher und dynamischer gestalten möchten.

Wie kamen Sie auf die Idee, ein so umfangreiches und multifunktionales Kollaborationstool zu entwickeln, was war der gedankliche Ursprung?

Die Gründer von Conceptboard, Daniel Bohn und Christian Schröder, haben früher als IT-Consultants in verschiedenen Projekten zusammen gearbeitet. Dabei kam oft Frust auf, wenn pro Tag gefühlt 30 Abstimmungsmails und Datei-Versionierungen zur Abstimmung und Diskussion im Team hin- und her geschickt wurden. So entschieden sich die zwei Gründer auch schon 2008, Conceptboard zu entwickeln. Seit Anfang 2011 ist das Tool online verfügbar.

Warum sollte jeder Conceptboard nutzen? Was kann es, was andere nicht können?

Jeder muss sich heutzutage einer Fülle an Informationen stellen und diese entsprechend für sich ordnen und filtern, ob in der Teamarbeit oder für sich allein. Sobald grafische Inhalte dabei sind, die entweder kommentiert oder „mal eben“ entworfen werden sollen, wird das besonders schwierig. Conceptboard bietet hier die optimale visuelle Lösung, in Echzeit und ohne Installation.

Was unternehmen Sie, um Conceptboard noch bekannter zu machen?

Wir bedienen klassische PR- & Marketing-Kanäle und sind natürlich besonders im Online-Marketing aktiv.

Welche Chancen sehen Sie für Conceptboard, sich weiter am Markt zu etablieren?

In den USA, Kanada und UK sind wir mittlerweile schon dabei, uns zu etablieren. Aber auch in Deutschland tut sich einiges im Hinblick auf SaaS. Dieses Jahr werden wir deshalb auch noch verstärkter den europäischen, inklusive dem deutschen, Markt angehen.

Was sind Ihre Zukunftspläne? Auf welche weiteren Produkte oder Updates können wir uns freuen?

Gerade bereiten wir unseren Relaunch vor. Mit der neuen Version werden viele wichtige Funktionen zum Tool hinzukommen und auch die Website wird optisch nochmals ansprechender. Unter http://conceptboard.com/get25 kann man sich schon jetzt die begehrte Boardfläche in Quadratmetern sichern. Das kann ich nur jedem raten 😉

Welche Risiken und Herausforderungen gilt es in der Zukunft zu meistern?

Die technologische Entwicklung gerade im deutschen Bildungsumfeld ist leider noch nicht ideal. Hier muss vor allem infrastrukturtechnisch noch Einiges passieren. Die USA sind in diesem Punkt schon sehr viel weiter.

Wie bewerten Sie den Standort Deutschland, wenn es um die Gegenwart und Zukunft von SaaS-Angeboten bzw. Anbietern geht?

In Deutschland trifft man mit SaaS-Angeboten oft auf Bedenken in Sachen Datenschutz und Datensicherheit. Da sind wir sensibilisierter als viele Kunden im internationalen Umfeld. Das ist einerseits klasse, denn natürlich ist das ein unglaublich wichtiges Thema. Andererseits fördert ein traditionell skeptisches Umfeld aber auch keine Innovationen bzw. Experimente. Zum Glück sehen wir aktuell, dass diese traditionelle Skepsis langsam einem reflektierten Umgang mit den Risiken und Möglichkeiten von SaaS weicht. Und innovative Anwendungen Made in Germany kommen dann ganz von selbst!

Wenn Sie für Ihr Unternehmen einen Wunsch frei hätten, wäre das…

Ein Billard-Tisch für unsere neuen Büroräume 🙂

 

Wir bedanken uns herzlich bei Kathleen Fritzsche und Conceptboard für dieses Interview und wünschen weiterhin viel Erfolg!

 

Interview der Woche – 9 Fragen an Rafael Laguna von Open-Xchange

von Andreas Junginger am 10. Mai 2012

Logo von Open-Xchange

Rafael Laguna, der Vorstand von Open-Xchange, spricht im „Interview der Woche“ über Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Collaboration-Software Open-Xchange und das Unternehmen.

Seit Januar 2008 leitet Laguna als Vorstand die Open-Xchange AG, die er 2005 mitbegründete. Open-Xchange ist einer der Pioniere im Bereiche Software-as-a-Service. In 2011 konnte Open-Xchange die Zahl der Anwender um 75 Prozent auf über 42 Millionen steigern. In Deutschland wird die Software von Open-Xchange u.a. von den drei größten Hostinganbietern, 1&1 Internet, STRATO und Host Europe angeboten.

Portrait von Rafael Laguna

 

Was steckt hinter Open-Xchange und was macht Ihre Firma so erfolgreich?

Wir entwickeln schon seit über einem Jahrzehnt Linux-basierte Collaboration-Software, die anfänglich natürlich nur für Inhouse-Installationen geeignet war. 2006 haben wir erkannt, dass Software künftig mehr und mehr über das Internet genutzt werden wird. Im Jahr 2006 haben wir dann den nächsten Release von Open-Xchange, Version 6, vom Grund auf für SaaS/Provider-Deployments neu entwickelt, denn die technischen Anforderungen sind schon sehr unterschiedlich im Vergleich zu klassischen Inhouse-Installationen.

Mit 1&1 Internet konnten wir 2007 den weltweit größten Hosting-Anbieter als Partner gewinnen. Diesem Beispiel sind große Hoster wie STRATO, Host Europe ebenso wie kleinere Anbieter wie Hostpoint oder Internet24 gefolgt und bieten die Software von Open-Xchange als Service an. Heute sind wir Weltmarktführer für Webmail und Groupware im SaaS-Umfeld, da wir jetzt, wo der Markt explodiert, das passende und erprobte Produkt haben.

Wie kamen Sie auf die Idee, eine derart umfangreiche Groupware zu entwickeln, was war der gedankliche Ursprung?

Am Anfang stand der Anspruch, eine offene, browser-basierte und dem Internetzeitalter gerecht werdende Alternative zu Microsoft Exchange zu liefern. Dies definierte den Funktionsumfang der Groupware. Heute sind wir – zum Glück – weiter. Die Verfügbarkeit des Internets sowie die Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs ändert die Nutzung von Software dramatisch. Wir liefern eine Collaboration-Software, die soziale Netzwerke wie XING und LinkedIn integriert und auf dem Desktop ebenso funktioniert wie auf mobilen Endgeräten.

Warum sollte jeder Open-Xchange nutzen? Was kann es, was andere nicht können?

Open-Xchange kann, was alle Collaboration-Lösungen können: E-Mail, Kalender, Adressen und Aufgaben. Darüber hinaus bieten wir noch eine integrierte Dokumentenverwaltung und die Möglichkeit, Adressen aus sozialen Netzwerken und E-Mails von anderen Accounts innerhalb von Open-Xchange zu nutzen. CIOs mögen uns, weil unser Server-Backend sparsam mit der Hardware umgeht. Administratoren lieben uns, weil sie bei ihren Anwendern keinen „Fat Client“ pflegen müssen, da der Open-Xchange Web-Client auf allen Geräten einfach im Browser läuft.

Was unternehmen Sie, um Open-Xchange noch bekannter zu machen?

Wir sind überzeugt, dass ein gutes Produkt unser bester Verkäufer ist. Aktuell nutzen über 50 Millionen Anwender bei unseren Partnern Open-Xchange. Viele bekommen erst einmal die Webmail-Funktion von ihrem Hosting-Provider zusammen mit einem Hosting-Paket zur Verfügung gestellt und  buchen dann nach einer „Schnupperphase“ Groupware- und Mobility-Funktionen dazu. Dieses „Freemium“-Modell, bei dem die Nutzer die Basis-Funktionen kostenlos bekommen und dann für die Premium-Funktionen bezahlen, ist im Internet weit verbreitet und bei den Kunden voll akzeptiert.

Welche Chancen sehen Sie für Open-Xchange, sich weiter am Markt zu etablieren?

Viele der Hosting-Anbieter haben schon erkannt, dass sie eigene SaaS-Angebote haben müssen, um nicht von Google, Apple, Amazon und Microsoft aus dem Markt gedrängt zu werden, die ihnen ja allesamt mit eigenen Cloud-Angeboten die Kunden abwerben wollen. Entsprechend haben wir hier schon eine sehr hohe Verbreitung. Derzeit wachen auch die Telcos und Mobile Carrier auf und erkennen beispielsweise, dass sie mit jedem verkauften iPhone ihre Kunden auf lange Sicht an Apple „übergeben“. Mit Open-Xchange können  unsere SaaS-Partner eigene, gebrandete Services anbieten mit denen sie die Kunden halten. Unsere Partner können zusätzliche Services verkaufen und neue Märkte erschließen – ohne das sie Angst haben müssen, direkte Konkurrenz von uns zu bekommen, da wir ausschließlich über Partner verkaufen.

Was sind Ihre Zukunftspläne? Auf welche weiteren Produkte oder Updates können wir uns freuen?

Gegen Ende diesen Jahres werden wir eine neue Produktgeneration veröffentlichen, die auf dem vorhandenen Server-Backend aufbaut und gleichzeitig den Endanwendern ein modernes und richtig cooles Frontend liefert. Die Anwender werden begeistert sein – und unsere SaaS-Partner werden uns lieben, weil sie ohne großen Aufwand mit der vorhandenen Installation auf die neue Produktgeneration wechseln können. Schließlich reden wir bei Partnern wie 1&1 und STRATO von mehreren Millionen E-Mail-Accounts, die diese auf ihren Systemen haben. Und E-Mail muss auch bei einem Update unterbrechungsfrei für die Kunden verfügbar sein. Diese neue Generation wird auch einen Web-Desktop enthalten, der es unseren Kunden und Anwendern einfach macht, weitere SaaS- und Web-Applikationen zu integrieren und so gleich den gesamten Desktop in die Wolke zu legen.

Welche Risiken und Herausforderungen gilt es in der Zukunft zu meistern?

Das größte Risiko besteht in der Tat für uns darin, dass wir über unsere eigenen Füße stolpern. Spaß beiseite: Wir konnten im letzten Jahr die Zahl der Anwender von 24 auf 40 Millionen steigern, und sind auf einem guten Weg, dass wir bis zum Jahresende 2012 auf bis zu 80 Millionen Nutzer kommen. Aber natürlich haben wir kontinuierlich die Herausforderung, dass wir mit 80 Mitarbeitern Produkte machen müssen, die die Anwender begeistern und mit denen sich unsere Partner erfolgreich gegen Google, Facebook und Apple behaupten können.

Wie bewerten Sie den Standort Deutschland, wenn es um die Gegenwart und Zukunft von SaaS-Angeboten bzw. -Anbietern geht?

Es gilt ja das IT-Gesetz, dass alle wesentlichen IT-Trends aus den USA kommen und sich mit einer gewissen Verzögerung dann auch bei uns durchsetzen. Zusammen mit den Marktauguren gehe ich davon aus, dass dies auch für SaaS zutrifft. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden drei Jahren einen gewaltigen Schub bei der Nachfrage nach SaaS-Angeboten sehen werden. Eine Reihe von SaaS-Anbietern hat bereits erkannt, dass Anwender am liebsten all ihre Applikationen aus einer Hand beziehen wollen. Fujitsu, Telekom und 1&1 haben ja mit ihren „Application Stores“ bereits erste Angebote auf den Markt gebracht. Und langfristig haben diese „One-Stop-Shops“ sicherlich Vorteile gegenüber Anbietern, die nur eine oder wenige Insel-Lösungen anbieten. Die Herausforderung für die Softwarehersteller und SaaS-Provider wird darin bestehen, den Anwendern „integrierte“ Lösungen anzubieten.

Andererseits ist Lokalität ein großer Vorteil in der Cloud. Zwar verstehen viele Anwender die Vorteile von Cloud Lösungen, aber gleichzeitig besteht eine große Unsicherheit über die Sicherheit der Daten und die neuen Risiken, die durch die globalen Anbieter in Sachen Datenschutz entstehen – und das zu Recht! Lokale Anbieter können mit ihren Angeboten diesen Bedenken sichere Lösungen entgegenstellen und haben somit einen enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber den globalen „Over the Top“-Anbietern wie Google und Microsoft.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen einen Wunsch frei hätten, dann …

… würde ich alle unsere Entwickler klonen. Alternativ wünsche ich mir, dass morgen früh zehn enthusiastische Nerds mit Erfahrung mit Java und Javascript vor unserer Tür stehen, die unbedingt bei Open-Xchange mitentwickeln wollen. Und wenn die Fee dann noch zuhört, würde ich Softwarepatente noch schnell abschaffen, denn sie sind einer der größten Innovationshemmer.

 

Herzlichen Dank an Rafael Laguna für dieses Interview. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg beim Erreichen der angepeilten Ziele und verfolgen die weitere Entwicklung von Open-Xchange mit großem Interesse.

Präsentationenstool aus der Cloud – PREZI mal anders!

von Karola am 28. Januar 2012

Im Unternehmensalltag kommt man kaum noch ohne Präsentationen aus. Fast jeder ist mit den gängigen Office-Anwendungen vertraut. Dabei fällt es nicht immer leicht, mit den gegebenen Mitteln eine Präsentation mit „Wow“-Effekt zu erstellen. Die webbasierte Anwendung „Prezi“ geht neue Wege! Sie unterscheidet sich grundlegend von der Herangehensweise und bietet neue Möglichkeiten für innovative Präsentationen. Anstatt dem Folienprinzip, dass an eine Diashow erinnert, setzt Prezi auf eine Art zoombare Multimedia-Mindmap. Durch seine Neuartigkeit schaffte es Prezi 2010 in die Liste der fünf besten Präsentationstools in einer Lifehacker-Umfrage.

Hintergrund

Bereits 2007 wurde Prezi vom ungarischen Künstler Adam Somlai-Fischer und dem Computerwissenschaftler Peter Halacsy entwickelt. Die beiden setzten sich zum Ziel, ein spezielles, modernes Präsentationsprogramm für Architekten zu kreieren. Unter der Führung von Peter Arvai wurde Prezi dann 2008 der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Förderern von Prezi gehören seit 2009 die TED (Technology-Entertainment-Design- Konferenz) und die Firma Sunstone Capital.

Funktionen

Prezi ist ein plattformunabhängiges Präsentationsprogramm und basiert auf Flash. Somit kann es ganz einfach ohne Installation genutzt werden. Anhand der Flash-Technologie kann der Nutzer eine Präsentation auf einer virtuellen, unendlich großen Präsentationsfläche erstellen. Die Besonderheit ist, dass man sich durch Maussteuerung frei auf dem „Blatt“ (interaktiven Whiteboard) bewegen kann: Inhalte drehen, hinein- und heraus zoomen. Jegliche Objekte der Präsentation können beliebig vergrößert, verkleinert, gedreht und verschoben werden.
Anfangs ist die Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig und man muss umdenken, aber für das Ergebnis lohnt es sich auf jeden Fall. Gerade die Idee des Hinein- und Hinauszoomens ermöglicht es, Details näher zu beleuchten, ohne „das große Ganze“ aus den Augen zu verlieren. Zudem können mehr Dateien, Bilder und Videos integriert werden als bei herkömmlichen Programmen (Grafiken, Videos, PDFs oder Flash-Dateien). Diese neuen Mittel machen Prezi zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für PowerPoint und seine Alternativen. Auch das Arbeiten mit mehreren Personen ist kein Problem, denn es gibt einen Mehrbenutzermodus (ma. 10 Personen).
Mit Prezi können Sie nicht nur online Präsentationen erstellen, sondern auch starten und teilen nach dem Sharing-Prinzip im Social-Media-Bereich. Nach einer Registrierung können Sie jederzeit, von überall auf Ihre Präsentationen zugreifen, diese bearbeiten oder neue erstellen. Fertige Präsentationen können sowohl online auf prezi.com als auch offline im Browser gezeigt werden. Prezi macht es einem auch einfach, wenn man seine Präsentation in die eigene Website einbetten möchte.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass einzelne Formate, wie Videos oder Bilder, nicht mehr einzeln exportiert werden können, wenn sie einmal in der Präsentation eingearbeitet sind. Dadurch ist der Austausch oder die Übernahme von Präsentationsteilen oder eine maschinelle Durchsuchbarkeit nicht mehr möglich.

Versionen

Prezi baut auf einem Freemium-Geschäftsmodell auf. Es ist frei im Internet zugänglich und bietet in der freien Basisversion Public 100 MB Datenspeicher. Diese sind allerdings öffentlich einsehbar und mit einem Prezi-Logo gekennzeichnet. Es gibt eine weitere kostenlose Version speziell für Studenten und Lehrer/Dozenten mit einer gültigen E-Mailadresse der Bildungseinrichtung.
Prezi bietet dazu zwei kostenpflichtige Versionen: Enjoy und Pro. Durch den Kauf erhält der Nutzer unterschiedliche erweitere Funktionen und 500 MB bzw. 2.000 MB Speicherkapazität in der Prezi-Cloud. Die Testversion steht 30 Tage kostenlos zur Verfügung.

Fazit: Prezi macht kreative Präsentationen möglich. Die Anwendung bietet maximale Flexibilität und umfangreiche Präsentationsmöglichkeiten. Die neue Art der Handhabung sollte nicht abschrecken, denn es gibt einige Vorlagen und Farbschemen für Präsentationen. So kann sich die Lösung aus der Cloud durchaus gegen PowerPoint & Co. behaupten.
Probieren Sie es selbst! Auf prezi.com finden sich eine Reihe von Beispielpräsentationen. Außerdem nachfolgend eine Präsentation von Prezi selbst, wie man eine gute Präsentation erstellt.

Produktive Cloud Tools für ihr Unternehmen – Konferenzen und Kommunikation

von Andreas Junginger am 17. Mai 2012

Die Vorteile cloudbasierter Softwaretools liegt auf der Hand: Man kann sich die Anschaffung, Unterhalt und Administration von lokal installierter Software sparen, verfügt ständig über die neuesten Versionen und kann von unterwegs jederzeit auf die Dienste zugreifen.

Für große Unternehmen, deren IT-Infrastruktur ohnehin schon sehr komplex aufgebaut ist, muss der Umstieg auf Cloud-Services natürlich entsprechend mit professioneller Planung und Anforderungsanalyse erfolgen. Die benötigten Ressourcen, der Funktionalitätsumfang und die vertraglichen Modalitäten müssen individuell mit den Anbietern abgestimmt werden.

Für kleinere Unternehmen, Agenturen oder Freelancer gestaltet sich der  Wechsel in die Cloud deutlich einfacher. In dieser Größenordnung kann auf – teils sehr populäre – Dienste zurückgegriffen werden, die „out of the box“ schon das potential haben, allen Anforderungen gerecht zu werden und dabei schon alle positiven Aspekte erfüllen.

In einer Artikelserie bieten wir eine Übersicht an, die einige der beliebtesten Helfer für den Office-Bereich vorstellen. Hier der erste Teil unserer Tool-Übersicht:

Konferenzen und Kommunikation

Skype:

Logo von Skype

Der Platzhirsch im Bereich Videotelefonie und Chat eignet sich hervorragend, um mit einem Team zu kommunizieren und dabei sogar Dateien auszutauschen. Inzwischen gibt es auch mobile Apps des Dienstes für alle gängigen Plattformen.

Die kostenlose Variante ermöglicht Sprachanrufe mit anderen Skype-Nutzern, Videoanrufe, Instant Messaging, den Austausch von Dateien, die Freigabe des Bildschirms für den Gesprächspartner und Konferenzgespräche mit mehreren Teilnehmern.

Zusätzlich zur kostenlosen Basis-Variante kann eine kostenpflichtige Business-Version erworben werden. Damit erweitert sich der Leistungsumfang um: Telefonanrufe ins Festnetz und auf Handys, Gruppenvideochats, die Vergabe von individuellen Online-Nummern für Skype, Voicemail, das Versenden von SMS, Anrufweiterleitung und –durchstellung, die Anzeige der Rufnummern und Skype WiFi, mit dem die Nutzung von öffentlichen Hotspots mit dem Skype-Guthaben bezahlt wird. Diese Variante kann durch Vorauszahlung oder den Abschluss eines Abonnements erworben werden.

Für Unternehmen, die Skype als Tool für ihre Mitarbeiter nutzen möchten, gibt es zusätzlich die Möglichkeit der zentralen Steuerung der Funktionen und Nutzer durch den Skype-Manager oder die Einbindung in die Telefonanlage mit Skype-Connect. Der Skype-Manager erlaubt die Verwaltung der Nutzer, die individuell mit Guthaben und Funktionsmöglichkeiten ausgestattet werden können. Die Integration von Skype in die Telefonanlage ermöglicht die direkte Verbindung mit den Telefongeräten ihres Unternehmens mit Skype. Durch beide Tools lassen sich Kosten reduzieren, die Kommunikation in- und außerhalb des Unternehmens vereinfachen und dabei alle Funktionalitäten von Skype an die Mitarbeiter zu vergeben.

Zur Webseite von Skype

Google+:

Logo von Google+

Über das Einrichten eines Circles lassen sich Chats und Videokonferenzen (Hangouts) mit Teammitgliedern realisieren. In Verbindung mit den Google Apps kann dieser Dienst zu einer All-In-One Lösung werden.

Damit das soziale Netzwerk zu einem produktiven Tool zur Kommunikation und Kollaboration wird, müssen die benötigten Teammitglieder einem Circle zugefügt werden. Dann können bis zu 10 Personen an einem Videochat (Hangout) teilnehmen. Über die erweiterten Einstellungen für Hangouts lässt sich dann auch gemeinsam an Dokumenten arbeiten, wie z.B. Notizen, Sketchups oder Google Docs. Auch die Freigabe des Bildschirms an die Gesprächspartner oder die Vergrößerung des Bildes des derzeitigen Redners sind weitere tolle Funktionen. Auch von Unterwegs lässt sich Google+ durch die mobilen Applikationen nutzen.

Sollten in Zukunft weitere Dienste z.B. die Google Apps for Business direkt mit Google+ verbunden werden, kann aus diesem Gesamtpaket ein noch effizienteres Tool wie bisher werden.

Zu Google+

VoxOx Unify:

Logo von VoxOx

Der Konkurrent von Skype bietet neben Chat und Videotelefonie auch die Verknüpfung mit facebook und twitter an. Neben einer Desktop-Version für Windows und MacOS ist auch eine iPhone-App verfügbar.

Bei VoxOx bekommt jeder Nutzer eine individuelle Nummer zugewiesen – gegen eine geringe Gebühr kann diese sogar frei gewählt werden. Der Umfang der kostenfreien Dienste umfasst: eine Voicemail-Funktion mit Abruf der Nachrichten von Festnetz oder Handy, Anrufe zu anderen VoxOx-Nutzern, Anrufe, SMS und Faxe aus dem Inland sind für den Absender kostenfrei, Konferenzgespräche mit bis zu 20 Teilnehmern, Globale Rufnummer für Überseegespräche zu regionalen Preisen für den Anrufer, Chat und Social Media Funktionen, einen integrierten Übersetzungsservice, Dateiaustausch bis zu einer Dateigröße von 100 MB.

Neben den kostenfreien Angeboten fallen bei VoxOx vor allem Gebühren für Gespräche, SMS und Fax von VoxOx aus an Festnetzanschlüssen, Handys im Inland oder in andere Länder an. Diese Gebühren sind jedoch recht günstig und werden Transparent kommuniziert.

Zur Webseite von VoxOx Unify

ooVoo:

Logo von ooVoo

Bis zu 12 Mitglieder können sich kostenlos zu einem Videochat treffen. Dabei können Zusatzfunktionen, wie z.B. das Einrichten eines Web-Chat-Raums oder das Aufzeichnen und Senden eines Video-Gespräches genutzt werden. Der Dienst ist als Desktop-Client für PC und MAC, sowie in mobilen Versionen für iPhone und Android verfügbar.

ooVoo bietet in der kostenlosen Basis-Version den ziemlich gleichen Funktionsumfang wie die Konkurrenz und limitiert dabei die Teilnehmerzahlen, blendet Werbeanzeigen ein oder bietet einige Funktionen, wie z.B. das freigeben des Bildschirms oder die Speicherung von Videochats nicht an. Für 3 $ / Monat kann eine Premium-Version erworben werden, die zusätzlich noch einen bevorzugten Support garantiert.

Zur Webseite von ooVoo

Fazit

Welcher der vorgestellten Dienste am Ende des Tages die entscheidenden Vorteile bringt, muss nicht zuletzt über eine vorgehende Analyse der Bedürfnisse geklärt werden. Da sich viele Anbieter und deren Dienste im Funktionsumfang nicht wirklich unterscheiden, ist auch eine Testphase mit mehreren Tools denkbar, an deren Ende auch die Usability und Performance die Kriterien für eine Entscheidung sind.

Backup Services in der Cloud – Was bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollte

von Andreas Junginger am 22. März 2012

Cloud-basierte Backup Services haben durch die prominentesten Anbieter dropbox, box.net und iCloud schon lange den Mainstream erreicht. Doch auch im Unternehmensumfeld wächst die Zahl der Anbieter von Backup-Lösungen stetig und schnell.

Bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters müssen einige Punkte beachtet werden, die eine sichere und performante Lösung für das Unternehmen garantieren. Im Folgenden werden relevante Themen vorgestellt, die bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollten: Read More »

Zuwachs beim SaaS-EcoSystem e.V. – Saperion AG wird neues Mitglied

von Karola am 26. Januar 2012

Seit April 2010 engagiert sich der eingetragene Verein SaaS-EcoSystem für SaaS und Cloud Computing allgemein im deutschsprachigen Raum. Die Branchenausrichtung im Verein soll so breitgefächert wie möglich sein. Nun konnte der SaaS-EcoSystem e.V. im Bereich Enterprise-Content-Management (ECM) ein neues Mitglied gewinnen.

Saperion AG

Der Softwarehersteller SAPERION AG aus Berlin plant in diesem Jahr den weiteren Ausbau seines ECM-Portfolios in der Cloud. Das Unternehmen bringt seine SaaS-Expertise, die bisherigen Erfahrungen und die Ereignisse im kommenden Jahr in das Netzwerk.
SAPERION wird in den SaaS-EcoSystem e.V. seine Kompetenz bei der Gestaltung SaaS-basierter ECM-Lösungen einbringen. Das Unternehmen selbst ist mit der Anwendung Saperion ECM as a Service (ECMaaS) auf dem Markt präsent. Mit diesem Angebot können Archiv- und Dokumentenmanagement-Funktionen über einen Infrastruktur-Provider zur Verfügung gestellt werden.

Daniel Teufer, Director Business Unit SaaS & Applications der SAPERION AG sagt: „Wir versprechen uns von der Mitgliedschaft im SaaS-EcoSystem Möglichkeiten zum Austausch von Erfahrungen innerhalb einer kompetenten Community, um die kontinuierliche Weiterentwicklung von Geschäftsanwendungen aus der Cloud voranzutreiben.“

Falls auch Sie Mitglied des Vereins werden möchten, dann lesen Sie weitere Informationen unter www.saasecosystem.org

Cloud Computing im Klartext

von Karola am 25. Juni 2011

Neben den vielen Erklärungsversuchen bin ich bei meiner Recherche nun doch noch auf eine offizielle Definition von „Cloud Computing“ gestoßen. Das Nationale Institut für Standards und Technologie (NIST 01/2011) bestimmt fünf wesentliche Eigenschaften des Cloud Computing:

  • On-Demand-Self-Service (Selbstbedienung und Serviceleistung auf Anforderung)

Alle Dienste sind auf Anforderung und selbständig vom Kunden nutzbar, ohne eine erforderliche
Interaktion mit dem Serviceanbieter.

  • Broad network access (Netzwerkbasierter Zugang)

Die Dienste sind in Echtzeit über ein Netzwerk nutzbar und sollen durch die Verwendung von Standardtechnologien von unterschiedlichen Plattformen abgerufen werden (z.B. Mobiltelefone, Laptops und PDAs).

  • Resource pooling (Ressourcenbündelung)

Die IT-Ressourcen werden gebündelt und für mehrere Nutzer (Mandanten) bereitgestellt. Für jeden Nutzer werden je nach dem tatsächlichen Bedarf, die Ressourcen zugewiesen. Beispiele für Ressourcen sind z.B. Speicher, Netzwerk-Bandbreite und virtuellen Maschinen.

  • Rapid elasticity (Schnelle Anpassungsfähigkeit)

Vorhandene Ressourcen werden schnell und flexibel zur Verfügung gestellt. Die unterschiedlichen Quantitäten erlauben so eine Skalierung von Systemen. Beim Nutzer entsteht die Vorstellung von unendlich verfügbaren Ressourcen.

  • Measured Service (Messbare Dienstleistung)

Die Dienste müssen quantitativ und qualitativ messbar sein, so dass eine nutzungsabhängige Abrechnung und Validierung der Dienstqualität möglich ist. Die Ressourcennutzung wird gesteuert und dokumentiert, so dass sowohl für die Anbieter und als auch für Nutzer der verwendeten Dienste Transparenz geschaffen wird.

Die genannten Eigenschaften wirken womöglich etwas abstrakt. Wir werden die einzelnen Aspekte aber noch genauer anschauen. Welche Service-Modelle gibt es zum Beispiel? Mehr dazu im nächsten Post.

Alt bewährtes in neuem Gewand – Mediencenter wird zur TelekomCloud

von Karola am 06. November 2011

Seit einigen Tagen schwebt nun auch eine magenta-farbene Wolke am Himmel der Online-Storage-Services. Die Telekom wirbt mit ihrem neuen Cloud-Angebot. So neu ist das Angebot jedoch nicht. Hinter der Cloud verbirgt sich das alt bekannte Mediencenter der Telekom, das schon seit mehreren Jahren als kostenlose Erweiterung für DSL-Anschlüsse und andere Verträge vermarktet wird. Der rosa Riese versucht sich im Bereich Cloud Computing und schlägt kräftig die Werbetrommel.

Bereits im März 2009 kündigte die Telekom das neue Produkt auf der Cebit an, damals jedoch als Telekom Mediencenter mit weniger Funktionen. Nach einer Runderneuerung im September 2009 wurde der kostenlose Online-Speicher im September 2010 von 1 GB auf 25 GB erweitert. Im September dieses Jahres erscheint das Mediencenter nun mit anderen Produkten zusammengefasst als „TelekomCloud“ im neuen Gewand.

Herzstück des Online-Service ist das Telekom Mediencenter mit 25 GB. Die TelekomCloud besteht jedoch auch aus weiteren Produkten, wie beispielsweise einem kostenlosen E-Mail-Dienst, dem Telekom Music Shop sowie ein Fotoservice. Die TelekomCloud ist nicht nur Telekom-Kunden vorbehalten. Jeder kann das großzügige Angebot von 25 Gigabyte Speicher nutzen. Der Service ist auch für Kunden anderer Anbieter zugänglich. Das Angebot bringt lediglich eine neue T-Online-Mailadresse mit sich, die kostenlos angelegt werden kann.

Nach der Anmeldung kann es auch sofort losgehen, da die Cloud über jeden gängigen Browser bedienbar ist. Die Bedienoberfläche ist in sinnvolle Kategorien wie Fotos, Musik, Video und mehr unterteilt und einfach zu bedienen. Die Kategorien haben passende Bedienmöglichkeiten, etwa zum Abspielen von Musik oder Anlegen von Fotoalben. Die gespeicherten Daten können mit der Sharing-Funktion beliebig über E-Mail, Facebook oder Flickr mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

Quelle: Telekom

Durch die Einbindung über das WebDAV-Protokoll lassen sich beliebige Geräte anbinden. Das ist unter den Betriebsystemen Windows, Linux und Mac OS X ohne Zusatzprogramme möglich. Auch FileZilla oder Cyberduck können an die virtuelle Festplatte angebunden werden. Mit Hilfe von Verschlüsselung lassen sich Dateien sicher über das Internet abrufen.

Die TelekomCloud ist auch für „unterwegs“ gewappnet. Es gibt für die wichtigsten mobilen Betriebssysteme kostenlose Apps, die den Zugriff vom Handy oder Tablet PC aus auf die Daten in der Cloud ermöglichen. Als Kunde von Telekom Entertain kann man sogar über den Fernseher auf den Online-Speicher zugreifen.

Für die einfachere Handhabung des Online-Speichers stellt die Telekom zusätzlich den Mediacenter Assistenten zur Verfügung. Die kostenlose Anwendung macht das Hochladen und Teilen von Dateien viel komfortabler. Sie werden außerdem bei der Suche nach Dateien unterstützt.

Wie läuft das mit der Miete? – Preismodelle für SaaS

von Karola am 10. Oktober 2011

SaaS wird inzwischen von vielen Unternehmen genutzt. Die vorantreibende Kraft ist der Wunsch nach flexiblen Preismodellen, die an die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst sind. Das Mietprinzip von Cloud-Services und somit auch von SaaS ist ein großer Vorteil gegenüber traditioneller Software. Bei der Evaluierung von SaaS-Anbietern spielen u. a. die Kosten eine wichtige Rolle für die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter.

Momentan gibt es kein einheitliches Preisbildungssystem. Jeder Anbieter entscheidet selbst über seine Preisstrategie. Deshalb sind die Preismodelle relative schwer vergleichbar. Vereinzelt findet man kostenfreie Nutzungsangebote. Je umfangreicher die SaaS jedoch ist, desto wahrscheinlicher sind Mietkosten für die Nutzung. In der Regel werden Cloud Services also in Abhängigkeit von der Nutzung abgerechnet. Einige mögliche Preismodelle sind in der folgenden Abbildung kurz zusammengefasst. Ausgewählte Preismodelle werde ich in kommenden Posts noch detaillierter vorstellen.

Mögliche Preismodelle für SaaS

Quelle: Communal‐FM GmbH

Der Umfang der bezogenen Leistungen sollte die Grundlage für die meisten der Modelle, insbesondere der Festpreismodelle bilden. Im besten Fall wird wirklich nur abgerechnet, was tatsächlich in Anspruch genommen wurde (Pay-per-Use). Bevor ein Unternehmen tatsächlich in die Cloud wechselt, sollte es genau die Angebote  recherchieren bzw. im Zweifelsfall genauere Informationen vom Anbieter anfordern.

Das Entwickeln der richtigen Preisstruktur ist ein umfangreicher und oft dynamischer Prozess. Viele Anbieter versuchen ihr Abrechnungsmodell an die jeweiligen Kundenanforderungen und -eigenschaften anzupassen. Die Art und konkrete Ausgestaltung des Preismodells kann individuell mit dem Nutzer ausgehandelt werden, so dass letztendlich personalisierte Preise für die Kunden möglich sind. Dieses Entgegenkommen erfreut die meisten Kunden!