Ein Vorfahre der Cloud: Grid Computing als Basis des Cloud Computing

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von Karola am 13. Juli 2011 – 12:53
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Cloud Computing ist im Trend! Doch das Rad wurde nicht neu erfunden. Wesentliche Impulse und Technologien wurden aus dem Grid Computing übernommen.

Grid Computing ist eine Form des verteilten Rechnens. Dabei wird aus einem Cluster von lose gekoppelten Computern ein „Supercomputer“ erzeugt. Ein Cluster ist übrigens ein sogenannter Rechnerverbund/Computercluster, der eine Anzahl von vernetzten Computern beschreibt. In der Regel sind die einzelnen Computer eines Clusters untereinander über ein schnelles Netzwerk verbunden.

Die Intention des Grid Computing ist es, Rechenkapazitäten und Informationen über die Gren­zen von Organisationseinheiten gemeinsam zu nutzen. Die geteilte Nutzung soll in einer sicheren und effizienten Weise funktionieren.

Grid Computing basiert auf drei Basisprinzipien:

  • Standardisierung,
  • Abstraktion von Hardware und
  • Automatisierung.

Ein Grid koordiniert dezentrale Ressourcen und stellt Rechen- und Speicherkapazitäten über das Internet bereit. Der Zugriff erfolgt wiederum über standardisierte Schnittstellen, die durch automatisierte Verteilungsmechanismen unterstützt werden. Standardisierung ist ein wichtiges Mittel, um auf die verschiedenen Ressourcen zuzugreifen, diese zu reservieren, zu überwachen und als ein virtuelles System zu betreiben.

Die gemeinsame, effektive Nutzung von IT-Ressourcen und der Zugriff über das Internet haben sich im Grid Computing etabliert und finden sich auch im Cloud Computing-Modell wieder. Die Erweiterung von Grids durch Rechen-, Speicher- und Netzwerkkapazitäten bei Bedarf ist ebenso Grundlage der Cloud-Infrastruktur.

Grid Computing hat den Weg für Flexibilisierung verfüg­barer Ressourcen und erste nutzungsabhängige Servicemodelle geebnet. Dies sind Grundlagen des Cloud Computing. Des Weiteren lierfert Grid Computing bereits erste Ansätze für Steuerung und Management durch den Anwender.

Grids und Clouds folgen dem Konzept, IT „as a Service“ zur Verfügung zu stellen. Obwohl beide Modelle viel gemeinsam haben, gibt es auch klare Unter­schiede zwischen Grid Computing und Cloud Computing:

  • Grid-Infrastrukturen sind „Langläufer“ mit Vorausplanung und definiertem Ende. Anders ist es bei Clouds – sie sind durch dynamischen Res­sourcenverbrauch ohne Vorausplanung gekennzeichnet.
  • Die Nutzeranzahl von Web-Anwendungen in der Cloud übersteigt deutlich die typische Anzahl der Grid-Nutzer.
  • Virtualisierung, Nutzerzugriff auf Betriebs­systeme und dynamische Software-Provisionierung ist kein generischer Bestandteil von Grids. Dies sind jedoch die Grundvoraussetzungen des Cloud Computings.
  • Grid Computing ist im Wesentlichen PaaS und in Teilbereichen IaaS. Beim Cloud Compu­ting liegt der Fokus auf modernen standardisierten Web-Schnittstellen und programmatische Kontrolle durch den Nutzer.
  • Grundidee des Grid Computing ist eine effi­ziente, kollaborative und freie Nutzung gemeinsamer IT-Ressourcen. Beim Cloud Computing steht der wirtschaftliche im Vordergrund Aspekt („pay-as-you-go“, „on demand“).
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