Wie läuft das mit der Miete? – Preismodelle für SaaS

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von Karola am 10. Oktober 2011
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SaaS wird inzwischen von vielen Unternehmen genutzt. Die vorantreibende Kraft ist der Wunsch nach flexiblen Preismodellen, die an die individuellen Bedürfnisse eines Unternehmens angepasst sind. Das Mietprinzip von Cloud-Services und somit auch von SaaS ist ein großer Vorteil gegenüber traditioneller Software. Bei der Evaluierung von SaaS-Anbietern spielen u. a. die Kosten eine wichtige Rolle für die Entscheidung für oder gegen einen Anbieter.

Momentan gibt es kein einheitliches Preisbildungssystem. Jeder Anbieter entscheidet selbst über seine Preisstrategie. Deshalb sind die Preismodelle relative schwer vergleichbar. Vereinzelt findet man kostenfreie Nutzungsangebote. Je umfangreicher die SaaS jedoch ist, desto wahrscheinlicher sind Mietkosten für die Nutzung. In der Regel werden Cloud Services also in Abhängigkeit von der Nutzung abgerechnet. Einige mögliche Preismodelle sind in der folgenden Abbildung kurz zusammengefasst. Ausgewählte Preismodelle werde ich in kommenden Posts noch detaillierter vorstellen.

Mögliche Preismodelle für SaaS

Quelle: Communal‐FM GmbH

Der Umfang der bezogenen Leistungen sollte die Grundlage für die meisten der Modelle, insbesondere der Festpreismodelle bilden. Im besten Fall wird wirklich nur abgerechnet, was tatsächlich in Anspruch genommen wurde (Pay-per-Use). Bevor ein Unternehmen tatsächlich in die Cloud wechselt, sollte es genau die Angebote  recherchieren bzw. im Zweifelsfall genauere Informationen vom Anbieter anfordern.

Das Entwickeln der richtigen Preisstruktur ist ein umfangreicher und oft dynamischer Prozess. Viele Anbieter versuchen ihr Abrechnungsmodell an die jeweiligen Kundenanforderungen und -eigenschaften anzupassen. Die Art und konkrete Ausgestaltung des Preismodells kann individuell mit dem Nutzer ausgehandelt werden, so dass letztendlich personalisierte Preise für die Kunden möglich sind. Dieses Entgegenkommen erfreut die meisten Kunden!

 

SaaS: 10 Tipps für die Marktevaluierung

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von Karola am 07. Oktober 2011
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Mittlerweile sind viele Softwareanbieter auf den „Cloud-Computing-Zug“ aufgesprungen und bieten auch eine SaaS-Version ihrer Produkte an. Die Produkte unterscheiden sich je nach Zielgruppenausrichtung. Trotzdem gibt es für die Marktevaluierung nützliche Tipps, die zur Evaluierung aller SaaS-Angebote hilfreich sind. Was muss die Anwendung können? Was erwarte ich von dem Anbieter? Und wie sollte die Implementierung ablaufen?

1. Passender Funktionsumfang

Ein wichtiger Schritt vor der Anbietersuche ist die unternehmensinterne Anforderungsanalyse. Welche Funktionen benötigen sie unbedingt? Diese Frage müssen sie sich selbst beantworten und können dann die Anbieter nach dem Funktionsumfang ihrer Produkte einfacher „aussortieren“. Es kann hilfreich sein, wenn sie gewünschte Funktionen in die Kategorien „Muss“ und „Kann“ einteilen. Alles was zur Kategorie „Kann“ gehört, wäre ein Pluspunkt für den jeweiligen Anbieter.

2. Praktische Einsatzmöglichkeit

Wenn Sie einige interessante Anbieter selektiert haben, geht es dann ins Detail. Schauen sie sich die tatsächliche Anwendung an und beurteilen sie, wie gut die Lösung für die Praxis geeignet ist. Können die Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit mit Eingabe einer Berechtigung auf wichtige Daten zugreifen?

3. Migration von Daten

Wenn sie bei der Arbeit auf wichtige Daten angewiesen sind, sollten sie die ausgewählten Anbieter zur Datenmigration befragen. Alle in anderen Systemen gespeicherten Daten und Dateien sollten problemlos übernommen werden können. Im besten Fall können sie ihre Daten direkt durch eine über leicht bedienbare Anwenderhilfe in eine SaaS-Lösung übertragen.

4. Backoffice-Integration

Für eine unkomplizierte Backoffice-Integration sollte die SaaS-Anbieter entsprechende XML-basierte Webservice-APIs anzubieten, die für eine einfache Integration sorgen. So kann die neue Anwendung bestmöglich in die vorhandene IT-Architektur eingebunden werden.

5. Mehrsprachigkeit

Wenn ihr Unternehmen international ausgerichtet ist und die Anwendung an unterschiedlichsten Standorten eingesetzt werden soll, dann ist auch die Mehrsprachigkeit der SaaS-Lösung von Bedeutung. Um die SaaS-Anwendung international nutzen zu können, sollte sie in mehreren Landessprachen zur Verfügung stehen. Dies schließt die vollständige Unterstützung aller Währungen, Einheiten und weiteren Internationalisierungsmöglichkeiten ein.

6. Einpassung in bestehende Geschäftsprozesse

Jedes Unternehmen hat etablierte Arbeitsabläufe und Prozesse. Eine neue Anwendung sollte sich einfach in die betrieblichen Abläufe integrieren lassen. Je nach Art der Anwendung sind neben freien auch vorgefertigte Prozeduren hilfreich, die bei Bedarf eigenständig angepasst werden können.

7. Intuitive Bedienoberfläche

Viele Mitarbeiter sind die Arbeit mit Desktop-Anwendungen gewohnt. Um den Umstieg so leicht wie möglich zu machen, sollte die Bedienoberfläche der SaaS-Anwendung entsprechend dem Umfeld der Desktop-Lösung aufgebaut sein. Dies reduziert den Schulungsaufwand. Je ähnlicher die Strukturen sind, desto schneller nehmen die Mitarbeiter die Neuerung an. Ist die Anwendung anwenderfreundlich und schnell erlernbar bzw. nutzbar?

8. Benutzerunterstützung

Für die Eingewöhnungs- und Schulungsphase sind kleine toolseitige Hilfestellungen sehr wichtig. Zur effizienten Nutzung können kontextsensitive Hilfen, integrierte Lernprogramme und ein telefonischer Support durch den SaaS-Anbieter beitragen.

9. Skalierbarkeit

Ein großer Vorteil der Cloud-Services ist Skalierung. Damit ihr Unternehmen auf die Dynamik des Marktes reagieren kann, sollte die SaaS-Lösung skalierbar sein. Hinterfragen sie beim Anbieter, welche Möglichkeiten für die flexible Erweiterung bzw. Veränderung bestehen.

10. Option zur späteren Migration

Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, sollte immer eine Wechsel zur Inhouse-Lösung möglich sein, sei es im Falle einer neuen strategischen Positionierung oder aus anderen Gründen.

Studie belegt Einsparungspotenzial von 66 % mit SaaS

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von Karola am 05. Oktober 2011
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Bereits 2009 präsentierte die myfactory International GmbH eine Kostenstudie zu SaaS. Die myfactory International GmbH selbst ist Anbieter von Unternehmenssoftware für kleine und mittlere Unternehmen. Kürzlich veröffentlichten sie die Neuauflage der Kostenstudie und somit die Daten für das Jahr 2011.

In der aktuellen Untersuchung wurden neben den Investitionskosten auch die Betriebskosten und Gesamtkosten beurteilt. Die Kostenaspekte wurden in Relation zum Aufwand für eine vergleichbare Inhouse-Anwendung (On-premise) betrachtet.

Die Teilnehmer der Studie waren kleinere und mittlere Unternehmen (KMU), die Kunden von myfactory sind. Sie nutzen ERP (Enterprise Resource Planning)- und CRM (Customer Relationship Management)- Lösungen von myfactory. Für den Vergleich wurden repräsentativen Stichprobe durch myfactory analysiert. Die ausgewählten Teilnehmer sind deshalb so geeignet, weil eine Hälfte der Unternehmen mit der SaaS-Anwendung arbeitet, wohingegen die andere Hälfte die Software im eigenen Haus betreibt. Für die Untersuchung wurde eine typische Anwendungssituation mit fünf Anwendern betrachtet. Die Ergebnisse der Untersuchung resultieren aus dem zusammengefassten Vergleich der Kosten und beziehen sich auch einen Zeitraum von bis zu acht Jahren.

Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass SaaS-Nutzer über einen längeren Zeitraum (acht Jahre in der Untersuchung) im Vergleich zu traditioneller Inhouse-Software 66 % sparen. Diese Zahl ist gewaltig! Die genauen Zahlen zeigt die folgende Grafik.

Kostenvergleich Inhouse vs. SaaS

Quelle: myfactory.com

Details der Studie

In Hinblick auf Investitionskosten zeigt sich eine große Differenz zwischen Inhouse- und SaaS- Anwendungen. Die Kosten für Hardware sind deutlich unterschiedlich. Bei der Nutzung von SaaS müssen lediglich PCs angeschafft werden. Im Gegensatz dazu benötigt man bei einer internen Installation einen kompletten Server (inklusive der Infrastruktur) und die PCs. Neben den Kosten für Hardware entstehen bei Inhouse-Lösungen zusätzliche Kosten für deren Einrichtung und Installation (40€/h). Um nun wirklich eine Software zu nutzen, müssen bei internen Installationen Softwarelizenzen gekauft werden, und bei SaaS-Nutzung die monatliche Nutzergebühr. Bei Bedarf für fünf Arbeitsplätze ergibt das im Durchschnitt 19.920 € (Inhouse) und 1.700 € (SaaS) als Startinvestition. Die Differenz ergibt somit stattliche 91 % Einsparpotenzial für SaaS gegenüber einer internen Installation.

Nach den Startinvestitionen fallen Aufwendungen für den laufenden Betrieb an. Für Inhouse-Anwendungen werden Wartungsgebühren für Software und Hardware sowie die Betriebskosten für den Server angerechnet. Für SaaS-Anwender fallen monatlich Nutzergebühren und die Wartungskosten für den PC an. Auch hier zeigt sich eine deutliche Differenz zwischen beiden Nutzungsarten. Im Durchschnitt ergeben sich pro Jahr bei interner Nutzung 13.020 € Betriebskosten und bei SaaS-Nutzung 5.340 €. SaaS bringt also eine Einsparung von 59 %.

Aus diesen Zahlen ergeben sich Gesamtkosten für das erste Jahr. Für die Inhouse-Anwendung werden durchschnittlich 32.940 € benötigt, im SaaS-Fall genügen 7.040 €. SaaS-Nutzer sparen zu Beginn also insgesamt 79 Prozent. Die Hochrechung der Zahlen ergab in der Studie, dass die Aufwendungen für den internen Betrieb bei 126.720 € und bei SaaS bei 43.400 € liegen. Da die einmaligen Kosten der Anschaffung nicht so stark ins Gewicht fallen reduziert sich das Einsparpotenzial von SaaS letztendlich auf 66 %. Diese Zahl Spricht für sich!

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (5): „openQRM” von openQRM Enterprise GmbH

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von Karola am 30. September 2011
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Ein weiterer Vertreter der Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) ist openQRM, ein Verwaltungswerkzeug für den automatisierten und skalierbaren Betrieb von Rechenzentren- und Cloud-Computing-Plattformen. Die Anwendung wird seit 2006 von openQRM Enterprise GmbH weiterentwickelt und vertrieben.

openQRM ist eine zentralisierte Management-Lösung, deren Ursprünge aus dem Data-Center-Ressource-Management stammen. Mit einer zentralen Managementkonsole bzw. der Web-Bedienoberfläche ist die Verwaltung eines heterogenen Data-Centers möglich. Zu den Standardfunktionen gehören die Softwareverteilung, die Pflege von System-Images und das Monitoring mit Nagios. Eine Snapshot-Funktion ermöglicht es, Serversysteme zu duplizieren und Backups/Restores zu machen. Ebenso können Server-Versionierungen und dynamische Anpassungen des Speicherplatzes vorgenommen werden. Das Admin-Werkzeug von openQRM dient zum Einrichten und Verwalten von Systemen. Die Workloads und Ressourcen können flexibel verteilt und verwaltet werden. openQRM glänzt mit einer beachtlichen Zahl an integrierten Virtualisierungslösungen wie z.B. VMware ESX / ESXi / Server1 / Server 2, Citrix XenServer, Opensource Xen sowie KVM in einer einheitlichen Konsole. OpenQRM läuft unter Linux und ist durch PlugIns erweiterbar.

Die Anwendung existiert ausschließlich als kostenfreie Lizenz. Die openQRM Enterprise GmbH versteht sich als Sponsor von OpenQRM und bietet als Zusatzleitung kommerziellen Support.

Screenshot: Dashboard von openQRM

Quelle: openQRM

Webseite: www.openqrm.com

Kollaboration in der Cloud: GoogleDocs, Dropbox & Co

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von Karola am 28. September 2011
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Manch einer wird meinen, dass der Einstieg in die Cloud noch auf sich warten lassen kann. Doch sind wir uns dessen bewusst, dass die Cloud uns schon umgibt? Wenn ich mir bspw. meinen Arbeitsalltag genauer betrachte, fällt auf, wie viele Aufgaben ich schon in der Wolke erledige. Die Nutzung von Cloud-Services hat sich in unseren Alltag eingeschlichen.

Besonders im Bereich Kollaboration sind viele nützliche Cloud-Services entstanden. Es gibt für fast jede Situation in der Teamarbeit eine passende Lösung. Das Produktspektrum reicht vom Speicherplatz über nützliche Tools für die Büroarbeit und Terminfindung bis hin zu Plattformen für den Datenaustausch. Das alles gibt es inzwischen in der Cloud, vieles davon sogar kostenlos. Ich habe schon einige dieser Anwendungen ausprobiert und genutzt. Gerade bei der Arbeit in einem Team können diese Tools hilfreich sein. Die nützlichsten Anwendungen stelle ich euch hier vor.

GoogleDocs

Eine sehr umfangreiche Werkzeugsammlung bietet Google Inc. mit GoogleDocs. Jedem Nutzer eines GoogleMail-Accounts stehen automatisch die angebotenen Webanwendungen zur Verfügung. Das Angebot beinhaltet Anwendungen für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Erstellung von Bildschirmpräsentationen, Formularen und Zeichnungen. Die Anwendungen eignen sich für die Zusammenarbeit in der Gruppe, da mehrere Google-Nutzer gleichzeitig an den Dokumenten arbeiten können. Die Änderungen werden in Echtzeit bei allen Beteiligten angezeigt, so ist immer jeder auf dem neuesten Stand. Zusätzlich können beliebige andere Dateien online gesichert werden.

Dropbox

Dieser Cloud-Service ist eine Art Festplatte in der Cloud. Nach der Anmeldung stehen jedem Nutzer 2 GB Speicherplatz zur Verfügung. Die Handhabung ist sehr einfach. Man kann entweder über das Internet oder lokal auf dem Rechner auf den Speicher zugreifen. Alle Dateien, die man im Datenordner ablegt, werden automatisch in die Wolke geladen. Eine sehr nützliche Funktion ist, dass man die enthaltenen Unterordner der Dropbox mit anderen Anwendern teilen kann. Dadurch kann auch hier gemeinsam an Dokumenten gearbeitet werden. Die Daten werden bei jedem Anwender synchronisiert und sind immer aktuell.

Slideshare

Eine Plattform zum Teilen von Präsentationen, Dokumenten und Videos ist Slideshare. Die Idee ist, dass man eine Datei nur einmal hochlädt und dann einfach mit vielen anderen teilen kann. Es stehen zahlreiche Mechanismen zur Verfügung, über die sich eine Präsentation dann auch mit anderen teilen lässt (z.B. Social Bookmarks oder Links). Registrierte Nutzer können ihre Präsentationen auch als privat kennzeichnen und die potentiellen Betrachter per E-Mail einladen. Wie bei anderen Sharing-Plattformen auch, können andere Nutzer nach Präsentationen suchen und sich diese direkt auf der Plattform ansehen. Beim Upload von Dateien kann man selbst bestimmen, ob die Dateien auch von den Besuchern heruntergeladen werden dürfen. Bei der Arbeit in einer Gruppe können so wichtige Präsentationen und Dokumente präsentiert und weitergegeben werden.

Evernote

Jeder kennt es, dass man sich bei der täglichen Arbeit am PC einige Notizen und To-Do-Listen schreibt. Da dies schnell unübersichtlich werden kann, bietet Evernote eine clevere Lösung an. Evernote ist ein Notizenmanager mit integrierter To-Do-Liste in der Cloud.

Der Service beinhaltet, dass man sämtliche Notizen, Grafiken, Adressen, To-Dos oder ähnliches speichern, kategorisieren, suchen und löschen kann. Ab der Version 4.5 können sogar Audio-Notizen abgelegt werden. Man kann also per Mikrofon beliebige Texte als Notiz einsprechen. All das wird online gespeichert und indexiert. Als Anwender muss man sich nicht mal merken, wo man es gespeichert hat. Ein Stichwort genügt und die passenden Daten werden herausgesucht.

Doodle

Mit Doodle bietet die Cloud ein einfaches Werkzeug zur Erstellung von Terminumfragen oder einfachen Online-Umfragen. Die Nutzung ist kostenlos sowie anonym und ohne Registrierung möglich. Bei jeder Umfrage erhält man einen spezifischen Link, den man an die Umfrageteilnehmer sendet. Der Ersteller der Umfragen kann Terminvorschläge machen, die von den Umfrage-Teilnehmern abgelehnt oder akzeptiert werden können. Dadurch ist schnell ersichtlich, wann z.B. die nächste Teambesprechung stattfinden kann. In Entscheidungssituationen unterstützt Doodle mit Abstimmungen die Entscheidungsfindung.

SaaS: Vorteile für den Nutzer (4) – Mehr Flexibilität im Geschäftsalltag

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von Karola am 27. September 2011
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Heute dies und morgen das – der Markt ist sprunghaft. Unternehmen müssen heutzutage schnell und flexibel auf Veränderungen am Markt reagieren können. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sollte man Facility-, IT- und Mitarbeiter-Ressourcen flexibel und bedarfsgerecht einsetzen. Die notwendige Flexibilität ist mit dem Einsatz von Cloud Computing erheblich leichter.

Der traditionelle Weg (ohne Cloud Computing) bedeutet langfristige Planung der IT-Infrastrukturen und Personalressourcen. Die IT-Verantwortlichen müssen sich für die kommenden drei bis fünf Jahre im Voraus festlegen. Aufgrund der langfristigen Sicht müssen eventuelle Belastungsspitzen der IT-Kapazitäten mit eingeplant werden. Die Folge ist, dass eher zu groß geplant wird, um für den Extremfall gewappnet zu sein. Es ist Tatsache, dass sich der Markt mit rasanter Geschwindigkeit weiterentwickelt. Eine jahrelange Vorausplanung ist dabei eher ungeeignet. Diese Zeitspanne ist einfach zu groß, um als Unternehmen wirklich bedarfsgerecht und flexibel zu sein. Es kommt zu Fehlplanungen und zeitweise ungenutzten Ressourcen.

In diesem Kontext zeigt sich das Potenzial von Cloud Computing. Ein Unternehmen bindet sich nicht an eigene Infrastrukturen. Es umgeht die Anschaffung von teuerer IT-Infrastruktur, die für den Normalbedarf an 350 Tagen im Jahr völlig überdimensioniert ist. Änderungen und Erweiterungen in herkömmlichen IT-Infrastrukturen sind oftmals arbeits- und zeitintensiv. Sie verursachen in der Regel auch erhebliche höhere Kosten. Mit der Nutzung skalierbarer Ressourcen wie SaaS und IaaS verfügen Sie innerhalb kürzester Zeit über zusätzliche Rechenleistung und zusätzliche Arbeitsplätze. Bei Bedarf können sie sogar ihren Mitarbeitern einen temporären Heimarbeitsplatz zur Verfügung stellen, und das ohne lästigen Installationsaufwand. Dadurch kann sich ein Unternehmen mit geringem Zeitverzug auf die individuellen Marktbedürfnisse anpassen.

Das größte Potenzial liegt in der Flexibilität und Skalierbarkeit von Cloud Computing. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren enorm davon. Sie gewinnen Flexibilität für das gesamte Unternehmen und haben langfristig weniger Kostendruck. Das Mietmodell SaaS macht es möglich, dass Unternehmen innovative Business-Anwendungen nutzen können, ohne vorab viel Geld in die technische Infrastruktur investieren zu müssen.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (4): „OpenNebula”

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von Karola am 24. September 2011
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Im Laufe der nächsten Woche erscheint voraussichtlich die neueste Version von OpenNebula – Version 3.0. OpenNebula gehört ebenfalls zu den Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) von John Willis. Die Anfänge von OpenNebula waren 2005 als Forschungsprojekt, woraus 2008 die erste öffentliche Version entstand. Heute wird das Projekt von der Open-Source-Community weiterentwickelt und vorangetrieben.

Die Open-Source-Anwendung OpenNebula unterstützt die Organisation von verteilten Infrastrukturen in Rechenzentren oder in einem Cluster. Sie gehört demzufolge zur Kategorie „IaaS“ (Infrastructure as a Service). Die entsprechenden Infrastrukturkomponenten wie Server, Speicher und Netzwerktechnologien werden in der Cloud meistens als virtuelle Maschinen bereitgestellt. OpenNebula dient zum Aufbauen und Verwalten von Cloudsystemen und Virtuellen Maschinen. Die umfangreiche Werkzeugsammlung umfasst Funktionen rund um:

  • Integration
  • Speicherung
  • Netzwerk- und Skalierungstechnologien
  • Virtualisierungs- und Monitoringtechnologien
  • Sicherheit.

OpenNebula unterstützt alle Arten des Cloud Computing und ist für den Einsatz bei Private, Public und Hybrid Clouds gleichermaßen geeignet. Die Entwicklergemeinde von OpenNebula verspricht ein hohes Maß an Standardisierung, Interoperabilität und Portabilität. Dadurch haben die Anwender einer OpenNebula-basierten Cloud die Wahl zwischen verschiedenen Cloud-Programmierschnittstellen (APIs) und Virtualisierungssoftware (Hypervisor).

Mit Hilfe der Web-Anwendung Sunstone bietet OpenNebula eine grafische Bedienoberfläche zum Verwalten einer IaaS im Browser. OpenNebula ist ein komplexeres System. Die ausführliche Dokumentation und die aktive Community sind jedoch ein weiterer Pluspunkt für die Anwendung.

Webseite: http://www.opennebula.org

SaaS: Vorteile für den Nutzer (3) – Klar kalkulierbare Betriebskosten

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von Karola am 21. September 2011
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Das Prinzip von SaaS beruht darauf, dass ein Anwender den webbasierten Zugriff auf die betriebsbereite IT-Anwendung mietet. Er erspart sich die Kosten für Softwarelizenzen und Hardware und zahlt lediglich für den Funktionalitätsumfang der Anwendung. Die schnelle und kostengünstige Implementierung der webbasierten Anwendungen macht das SaaS-Modell besonders attraktiv. Jeder Anwender mit einer Internetverbindung hat jederzeit Zugriff auf die Anwendung und kann „direkt“ nach Vertragsabschluss loslegen.

Die SaaS-Anbieter schaffen transparente und planbare Mietbedingungen, da meistens pro Nutzer und Monat ein Festpreise berechnet wird. Die angebotenen Mietmodelle orientieren sich an der tatsächlichen Nutzung. Mittlerweile gehört es auch zum Standard, dass Aktualisierung und Erweiterung der Anwendung mit dem Servicepaket abgedeckt sind. Das bedeutet für den Kunden, dass keine zusätzlichen Kosten anfallen.

In der Regel ist man als Kunde auch nicht an langfristige Verträge gebunden. Die Kombination aus niedrigen Anschaffungskosten und der geringer Kapitalbindung aufgrund flexibler Mietverträge sprechen für die Nutzung von SaaS-Produkten. Die anfallenden Kosten lassen sich klar kalkulieren. Je nach Bedarf kann man den Service erweitern oder sich einen „passenderen“ Anbieter suchen. SaaS-Anwendungen sind flexiblere als traditionelle, gekaufte Lösungen. Die Flexibilität des Kunden birgt Risiken für den Cloud-Anbieter, weil die gewonnen Kunden auch schnell wieder weg sein könnten. Deshalb streben alle Anbieter einen optimalen Service für ihre Kunden an. Und davon profitieren wiederum die Endkunden.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (3): „Eucalyptus” von Eucalyptus Systems Inc.

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von Karola am 16. September 2011
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Um die Reihe der Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) fortzuführen, möchte ich euch heut Eucalyptus vorstellen. Hinter dem floralen Namen verbirgt sich „Elastic Utility Computing Architecture Linking Your Programs To Useful Systems“. Eucalyptus unterstützt beim Erstellen einer Cloud-Computing-Infrastruktur für spezielle Clustersysteme oder einfache miteinander verbundene Arbeitsplatzrechner. Ein Eucalyptus-System vereint und verwaltet Ressourcen von Single-Cluster als auch Multi-Cluster-Systemen.

Eucalyptus hat seine Wurzeln an der University of California, Santa Barbara. Es entstand im Department of Computer Science als Forschungsprojekt der Universität. Mittlerweile hat sich daraus die Eucalyptus Systems Inc. herausgebildet. Sie pflegt die Anwendung und entwickelt sie weiter. Eucalyptus Systems Inc. ist der offizielle Ansprechpartner und bietet darüber hinaus weitere Dienstleitungen und Produkte sowie einen professionellen Support rund um Eucalyptus an. Neben dem kommerziellen Support kann man bei Fragen jedoch auch auf Foren der Eucalyptus-Community zurückgriffen.

Eucalyptus basiert auf gängigen Linux-Tools und grundlegenden Web-Service-Technologien, die eine einfache Installation und Wartung ermöglichen. Mit Hilfe von Eucalyptus können Umgebungen für Cloud Services geschaffen werden, sowohl Public Clouds auf Amazon’s Infrastruktur als auch Private Clouds im hauseigenen Rechenzentrum.

Das System besteht aus fünf Hauptkomponente:

  • Cloud Controller (CLC)
  • Cluster Controller (CC)
  • Node Controller (NC)
  • Walrus (W)
  • Storage Controller (SC)

Quelle: Eucalyptus

Webseite: http://open.eucalyptus.com

SaaS: Vorteile für den Nutzer (2) – Eigene IT wird entlastet

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von Karola am 15. September 2011
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Das Cloud-Servicemodell SaaS zeichnet sich dadurch aus, dass man über ein Netzwerk direkt auf eine Software zugreifen kann. Im Klartext heißt das, man benötigt lediglich einen Internetzugang, um mit der Software zu arbeiten und die Funktionen zu nutzen. Die Bereitstellung über das Internet bedeutet weniger Aufwand für die Implementierung der Anwendung. Im Prinzip braucht ein SaaS-Nutzer keine bzw. minimale IT-Kenntnisse und erst recht keinen IT-Spezialisten, um die Anwendung zu verwenden.

Sicher kennt jeder das lange Prozedere, wenn man auf dem privaten Rechner eine Software zum Laufen bringen möchte. Die gekaufte Software muss installiert und der PC dafür eingerichtet werden. Dieser Aufwand vervielfacht sich erheblich, wenn man die IT-Umgebung eines ganzen Unternehmens auf den neusten Stand bringen möchte. Die Einführung und Nutzung traditioneller Software bedeutet erhöhten Personalaufwand für Installation, Wartung, Updates und ggf. Migration.

Mit SaaS-Lösungen kann hingegen der Eigenaufwand für den IT-Betrieb minimiert werden. Die Cloud-Anwendung ist ohne jegliche Implementierung sofort über das Internet einsetzbar. Die Aufwandsminimierung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Implementierung. Im gesamten Lebenszyklus der Anwendung sind Entlastungen möglich: technische Betreuung/Support, Wartung, Aktualisierung, Patches und Datensicherung. Es gehört zum Service, dass alle IT-relevanten Vorgänge vom Dienstleister übernommen werden. Auch der Support wird direkt durch die dortigen Experten geleistet. Meist sind auch regelmäßige Updates und Upgrades im Service des Anbieters inbegriffen.

Diese Bereitstellungsart bringt erhebliche Vorteile für die unternehmensinterne IT-Abteilung. Wenn man erst einmal Kunde eines Cloud-Anbieters ist, muss man sich als Kunde nicht um den Betrieb der Anwendung oder der dazugehörigen IT-Umgebung kümmern. Dies schont die eigenen personellen Ressourcen – und das nicht nur bei der Einführung!