Negativpreis „Big Brother Award 2012” geht an Cloud Computing

von Andreas Junginger am 20. April 2012

Der Verein zur „Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs“ (Foebud) vergab in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal den „Big Brother Award“. Mit diesem Preis werden Firmen, Organisationen und Personen ausgezeichnet, die durch ihr Handeln oder ihre Produkte die Privatsphäre und den Datenschutz missachten. Der Hintergrund des Preises ist durchaus löblich – so soll die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz gefördert werden und diese Werte in den Mittelpunkt im Umgang mit Technik und Information stellen.

In der Kategorie „Kommunikation“ wurde der Preis in diesem Jahr an Cloud Computing vergeben. Die Jury sieht in Cloud Computing Read More »

Microsoft Cloud Republik Deutschland – Studienergebnisse mal anders

von Karola am 26. November 2011

In Zusammenarbeit vom Branchenverband BITKOM, der Experton Group und Microsoft wurde eine Studie zum Thema Cloud Computing durchgeführt. Als sehr anschauliches Ergebnis wurden die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten der neuen „Cloud Republik Deutschland“ graphisch aufbereitet.

Cloud Republik Deutschland

Microsoft Cloud Republik Deutschland

Quelle: Microsoft

Microsoft gesteht, dass die Cloud Republik noch jung sei. Doch die Ergebnisse der Studie stimmen zuversichtlich und sprechen für sich. Die Prognose für 2015 besagt, dass der Umsatz mit Cloud Computing auf 8,2 Milliarden Euro steigen wird. Außerdem wird der Cloud-Markt 820.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Die Grafik zeigt deutlich, wie umfangreich Cloud Computing eingesetzt wird. Unterschiedliche Branchen (wie Telekommunikation, Automotive oder Gesundheit) nutzen Anwendungen aus der Cloud für verschiedene Aufgaben. Es zeigt sich, dass Cloud Computing bisher hauptsächlich für E-Mail/Kalender-Anwendungen, Kollaboration und System- und Networkmanagement genutzt wird.

Wirft man einen Blick auf die Pro- und Contra-Argumente, so findet man nichts Überraschendes. Cloud Computing verspricht Flexibilität und Kosteneinsparung, hat jedoch mit Vorbehalten bezüglich der Datensicherheit zu kämpfen. Viele Unternehmen befürchten außerdem die Abhängigkeit von einem Anbieter.

Open-Source und Cloud Computing – So funktioniert’s (4): „OpenNebula”

von Karola am 24. September 2011

Im Laufe der nächsten Woche erscheint voraussichtlich die neueste Version von OpenNebula – Version 3.0. OpenNebula gehört ebenfalls zu den Cloudies (Top 11 Open-Cloud-Projekte) von John Willis. Die Anfänge von OpenNebula waren 2005 als Forschungsprojekt, woraus 2008 die erste öffentliche Version entstand. Heute wird das Projekt von der Open-Source-Community weiterentwickelt und vorangetrieben.

Die Open-Source-Anwendung OpenNebula unterstützt die Organisation von verteilten Infrastrukturen in Rechenzentren oder in einem Cluster. Sie gehört demzufolge zur Kategorie „IaaS“ (Infrastructure as a Service). Die entsprechenden Infrastrukturkomponenten wie Server, Speicher und Netzwerktechnologien werden in der Cloud meistens als virtuelle Maschinen bereitgestellt. OpenNebula dient zum Aufbauen und Verwalten von Cloudsystemen und Virtuellen Maschinen. Die umfangreiche Werkzeugsammlung umfasst Funktionen rund um:

  • Integration
  • Speicherung
  • Netzwerk- und Skalierungstechnologien
  • Virtualisierungs- und Monitoringtechnologien
  • Sicherheit.

OpenNebula unterstützt alle Arten des Cloud Computing und ist für den Einsatz bei Private, Public und Hybrid Clouds gleichermaßen geeignet. Die Entwicklergemeinde von OpenNebula verspricht ein hohes Maß an Standardisierung, Interoperabilität und Portabilität. Dadurch haben die Anwender einer OpenNebula-basierten Cloud die Wahl zwischen verschiedenen Cloud-Programmierschnittstellen (APIs) und Virtualisierungssoftware (Hypervisor).

Mit Hilfe der Web-Anwendung Sunstone bietet OpenNebula eine grafische Bedienoberfläche zum Verwalten einer IaaS im Browser. OpenNebula ist ein komplexeres System. Die ausführliche Dokumentation und die aktive Community sind jedoch ein weiterer Pluspunkt für die Anwendung.

Webseite: http://www.opennebula.org

„Best in Cloud“ – COMPUTERWOCHE präsentiert Gewinner für 2011

von Karola am 08. Dezember 2011

Best in Cloud

Noch immer ist Cloud Computing ein IT-Trend. Der Markt bietet neben etablierten Unternehmen auch zahlreiche Start-Ups. Da kann man als Kunde schnell den Überblick verlieren. Es stellt sich die Frage, welche Anbieter wirklich gute Angebote haben. Wie erkennt man die Spezialisten für Private Clouds und für Public Clouds?

Diesen Fragen stellte sich die COMPUTERWOCHE mit dem Wettbewerb „Best in Cloud“.  Der Award wurde ins Leben gerufen, um die zahlreichen Cloud-Angebote zu sichten und die besten Cloud-Angebote und Referenzprojekte Deutschlands auszuzeichnen. Dadurch wird immerhin für die teilnehmenden Unternehmen mehr Transparenz in den Markt gebracht.

Je fünf Unternehmen stellten sich dem Wettbewerb in den folgenden sieben Kategorien:

  • Infrastrkutur as a Service
  • Platform as a Service
  • Cloud Enabling Software
  • Sonderprojekte
  • Software as a Service – Hybrid Cloud
  • Software as a Service – Public Cloud
  • Software as a Service – Private Cloud

Bewerbungsverfahren

Das Urteil über die Gewinner der Kategorien wurde in einem dreistufigen Bewerbungsverfahren gefällt, wobei sich die Bewerber jeweils einer Jury und einem Fachpublikum präsentierten.

1. Schritt:

Die Teilnehmer reichten eine schriftliche Bewerbung ein, um sich der Expertenjury vorzustellen. Nach der Begutachtung der Bewerbungen wählte die Jury von den 50 Einreichungen insgesamt 35 Projekte für die Endausscheidung aus. Das Juryurteil zur schriftlichen Bewerbung machte ein Drittel der Endbewerbung aus.

2. Schritt:

Nach der ersten Auswahlrunde zählte nun die persönliche Präsentation vor der Jury. Die Finalisten hatten die Möglichkeit ihr Unternehmen und ein besonderes Referenzprojekt in einer Kurzpräsentation (6 min) überzeugend vorzustellen. Im Anschluss stellte die Jury detailliertere Fragen, um die Bewerber auf den Prüfstand zu stellen. Auch die zweite Jury-Bewertung der Präsentation floss mit einem Drittel in die Gesamtbewertung ein.

3. Schritt:

Neben der Jury war auch das echte Publikum an der Bewertung beteiligt. Schließlich lassen sich so die Ansprüche der Endkunden am besten herausfinden. Die Finalteilnehmer präsentierten sich erneut vor einem öffentlichen Publikum. Je professioneller die Präsentation, desto mehr Stimmen konnten die Teilnehmer bei den 200 Besuchern gewinnen. Denn jede Stimme zählte am Ende bei der Abstimmung per Stimmzettel. Für jede Kategorie konnten Stimmzettel für den jeweiligen Cloud-Favoriten abgegeben werden. Das letzte Drittel der Endbewertung wurde aus dem Publikums-Voting gewonnen.

„Best in Cloud 2011“ – Die Gewinner

Die Expertenjury und das Fachpublikum entschieden am Ende gemeinsam über die sieben Gewinner der Auszeichnung „Best in Cloud 2011“ in den ausgeschriebenen Kategorien. Die Gewinner des „Best in Cloud“-Awards für 2011 sind:

ZendeskZendesk in der Kategorie Software as a Service – Private Cloud

Helpdesk-Anwendung / Ticketing aus der Cloud mit dem Referenzkunden: CoreMedia

forcont business technology gmbhforcont business technology gmbh in der Kategorie Software as a Service – Public Cloud

Elektronische Personalakte als Saas-Angebot mit dem Referenzkunden: Stadtwerke Cottbus

SupplyOn AGSupplyOn AG in der Kategorie Software as a Service – Hybrid Cloud

Collaborationsplattform für die Automobil- und Fertigungsindustrie mit dem Referenzkunden: EADS und dem Hybrid-Cloud-Projekt „AirSupply“. Das Projekt stellt europäischen Luftfahrtunternehmen ein einheitliches Supplier-Portal zur Verfügung.

ubigrate GmbHubigrate GmbH in der Kategorie Cloud Special Project

Einsatz eines Behältermanagementsystems – SaaS-Lösung für das Verwalten von Behältern mit dem Referenzkunden: Pool Packaging GmbH & Co. KG

FUJITSUFUJITSU in der Kategorie Cloud Enabling Software

Diperia – Digitale Personalakte mit dem Referenzkunden: Kendox AG

BT Germany GmbH & Co. oHGBT Germany GmbH & Co. oHG in der Kategorie Infrastructure as a Service

Virtual Data Centre – Private-Cloud-Projekt mit MPLS-Anbindung im BT Data Centre.

Infopark AGInfopark AG in der Kategorie Platform as a Service

Webauftritt, CMS und WebCRM als Plattform aus der Cloud mit dem Referenzkunden: Flughafen Nürnberg

SaaS: Vorteile für den Nutzer (1) – Kurze Einführungszeit statt langwieriger Aufbauarbeit

von Karola am 10. August 2011

Ein großer Pluspunkt der Cloud-Computing-Technologien liegt in der Bereitstellung über das Internet. Für einen Nutzer von SaaS bedeutet das einerseits uneingeschränkten Zugriff von jedem Ort mit einem Internetzugang, so dass mobiles Arbeiten möglich ist. Anderseits kann der Nutzer  unmittelbar nach Vertragsabschluss auf die gemietete SaaS-Anwendung zugreifen und deren Funktionen nutzen.

Neben dem positiven Zeitfaktor spricht auch ein geringer Investitionsaufwand für SaaS. Die Anschaffung zusätzlicher Hardware ist nicht notwendig. Der Nutzer benötigt lediglich einen aktuellen Internet-Browser. Dadurch entfällt der Zeitaufwand für die Implementierung neuer Hardware.

SaaS-Lösungen sind meist standardisierte Anwendungen. Dadurch können die Konfiguration und das Set-Up der Anwendung bei neuen Kunden schneller und einfacher realisiert werden als beim klassischen Lizenzkauf. Das bedeutet, dass die Implementierung einer SaaS-Lösung innerhalb kürzester Zeit durchgeführt ist.

SaaS ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen attraktiv. Denn der Servicenehmer hat ein geringeres Investitionsrisiko, da er für die Softwareeinführung keinerlei IT-Hardware benötigt und ausschließlich für die Einführungsberatung bezahlt. Einige Studien belegen, dass die Investitionskosten im Vergleich zu einer On-Premise-Lösung um 30 % gesenkt werden können. Die minimierten Investitionskosten für Software sind eine wichtige Chance für Startup-Unternehmen und Neugründungen mit geringem Startkapital. Die SaaS-Lösungen sind bei geringeren Kosten deutlich schneller einsatzfähig als traditionelle Software.

Cloud … On-Demand!

von Karola am 27. Juli 2011

Cloud Computing zeichnet sich durch hohe Flexibilität für Anbieter und Nutzer aus. Ein wesentlicher Grund dafür ist das Prinzip von On-Demand-Services.

On-Demand bedeutet soviel wie „auf Anforderung“ oder „auf Abruf“. Der Begriff weist auf eine flexible zeitnahe Erfüllung von Anforderungen bzw. Nachfragen hin, z.B. bei Dienstleistungen, Waren oder Ähnlichem. On-Demand ist eng dem Begriff „As a Service“ verknüpft, da es immer um die Bereitstellung von Serviceangeboten geht.

Cloud Computing On-Demand bezeichnet die flexible Bereitstellung von Service-Modulen für den Cloud-Nutzer. Die Bereitstellung geschieht in der Regel durch einen Dienstleister/Anbieter. Die verwendeten Systeme und Prozesse müssen flexibel angelegt sein, da sie häufig Echtzeitforderungen unterliegen. Zur schnellen Reaktion und Erbringung der Leistung benötigen die Anbieter den vollen Zugriff auf die notwendigen Ressourcen.

Der Begriff entstand vor allem aufgrund von Service-Modulen im Bereich von Infrastruktur-Angeboten (Server, Storage, Backup, Netzwerk etc.). Heutzutage schließt On-Demand jedoch auch Middleware, Anwendungen bzw. Services ein.

Die Grundidee von On-Demand ist, dass die Ressourcennutzung optimal an die Business-Anforderungen angepasst werden kann. Für den Nutzer werden Dienstleistungen attraktiv, wenn es keine oder nur geringe

  • Vorlaufzeiten zur Bereitstellung der Servicemodule
  • Kündigungsfristen bei geringeren Abnahmemengen

gibt.

Während die Kunden ein Interesse an unbegrenzter Flexibilität haben, ist dies aus Sicht des Dienstleisters nicht uneingeschränkt möglich. Er benötigt Vorlaufzeiten zum Auf- und Ausbau von Infrastruktur. Auch aus kommerziellen Gründen sind bestimmte Bindungszeiten vorteilhaft.

Die erreichte Flexibilität von On-Demand überträgt sich ebenso auf dynamische Abrechnungsmodelle. Dazu gehört die Abrechnung nach dem Pay-per-use-Prinzip. Statt pro Arbeitsplatz und Jahr zahlt ein Kunde dann pro tatsächlicher Nutzung eines Service. Die individuelle Abrechnung ist möglich, da die Dauer der Nutzung von einer virtuellen Anwendung genau erfasst werden kann. Diese Anwendung wird von einem zentralen Server bereitgestellt. Cloud Computing als Evolution in der Technik führt zu einer „Revolution“ in Businessstrukturen. Die IT wird mit monatlichen Betriebsausgaben auf Basis einer nutzungsabhängigen Abrechnung genutzt.

On-Demand-Modelle sind gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen beliebt, weil sie nur eine geringe bzw. nicht notwendige Kapitalbindung erfordern. Aber auch größere Unternehmen nutzen die Vorteile von flexiblen Kostenstrukturen. Vor allem bei schwankenden oder zyklischen Anforderungen kann die Nutzung von On-Demand-Services von Vorteil sein.

Mit dem Zusatz „On-Demand“ werden einige positive Eigenschaften assoziiert – etwas geht schneller, sofort, flexibler usw. Dies haben auch die Marketingexperten erkannt und verwenden den Begriff unter Umständen irreführend. Einige Systeme oder Prozesse erhalten den Zusatz, obwohl nicht direkt erkennbar ist, was im speziellen Fall „auf Anforderung“ passiert. Daher sollte man On-Demand-Angebote ordentlich prüfen, ob es den eigenen Anforderungen genügt und ob die mit dem Begriff verbundenen positiven Eigenschaften zutreffen.

Cloud Computing weltweit – Wird der neue Trend überall gleich aufgenommen? (1)

von Karola am 16. August 2011

Mit dieser Frage beschäftigte sich die Marktforschungsgesellschaft GfK Custom Research im Juni 2011 durch eine internationale Studie. Cloud Computing erfreut sich im Moment weltweitem Interesse, doch wie unterscheiden sich die Ansichten und Vorbehalte zu Cloud Computing je nach Land? Wie nehmen Sie den Trend wahr?

Das Ziel der Erhebung war es, genau dies herauszufinden. Es wurden 1.800 IT-Entscheider in Experteninterviews befragt – aus Unternehmen aller Größen in Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, Indien und den USA. Im Rahmen der Studie wurden Unternehmen in drei Größenklassen erfasst (1-9 Mitarbeiter, 10-249 Mitarbeiter, 250 und mehr Mitarbeiter).

Nutzung und Vorteile

Die erste Assoziation aller Befragten zum Begriff Cloud Computing war laut der Studien die externe Datenspeicherung. In diesem Punkt sind sich also die IT-Verantwortlichen aller Nationen einig. Sie sehen es als größten Vorteil, dass Unternehmen von verschiedenen Orten auf ihre Daten zugreifen können. Cloud Computing verhilft demzufolge zu mehr Flexibilität.

Die weltweite Einigkeit herrscht jedoch nicht in den gesamten Ergebnissen der Studie. Es zeigen sich teilweise große Unterschiede von Land zu Land. In den Industriestaaten Deutschland, Großbritannien und den USA steigt die Nutzungen von Cloud-Computing-Technologien und -Services, je größer die Unternehmen sind. Erstaunlicherweise zeigt die Studie ein „Cloud-Desinteresse“ der kleineren deutschen Unternehmen (bis 9 Mitarbeiter). Dieses Ergebnis kann ich nicht ganz nachzuvollziehen. Denn der Einsatz von Cloud Computing ist gerade für kleinere Unternehmen von Vorteil. Die mobile Nutzungsmöglichkeit und der relativ geringe Betreuungsaufwand der IT durch eigene Mitarbeiter sprechen für die Cloud.

Im Unterschied dazu werden in den Schwellenländern Brasilien, China und Indien schon weitverbreitet Cloud-Services genutzt. Das Interesse besteht dort unabhängig von der Größenordnung der Unternehmen. Der Studie zufolge ist in diesen Ländern auch in den nächsten beiden Jahren mit deutlichem Wachstum in allen Cloud-Services zu rechnen.

Datensicherheit

Die Studie deckt auf, dass je nach Herkunftsland und Größe unterschiedliche Meinungen zum Thema Sicherheit vertreten sind. Knapp die Hälfte der Befragten sieht den Aspekt der Datensicherheit als Vorteil von Cloud Computing an. Dies ist insbesondere in den Schwellenländern der Fall. Es sieht so aus, als hätten sich einige Vorbehalte gegenüber Sicherheitsproblemen in der Cloud gelöst. Während in der Vergangenheit die Datensicherheit von Cloud Computing mit Skepsis betrachtet wurde, gilt die Auslagerung von Daten inzwischen bei vielen Unternehmen als wesentlichster Vorteil.

Europa und USA grenzen sich etwas von dieser Ansicht ab. Tatsächlich vertreten Großbritannien und USA nicht ganz so ausgeprägt den Standpunkt „Datensicherheit = Vorteil“. Deren IT-Verantwortliche verbinden häufig auch Sicherheitsfragen und Risiken mit der externen Datenspeicherung. Deutschland sticht bei den Ergebnissen zum Thema Sicherheit deutlich heraus. Hier sind Sorgen um die Datensicherheit ein verbreiteter Grund für die zögerliche Annäherung an die Cloud. Ein weiteres Hemmnis sind Ängste vor möglichen Ausfallzeiten, vor Risiken der externen Datenspeicherung und vor Abhängigkeit von Cloud-Dienstleistern. Diese Ansicht teilen Europa und USA. Die Schwellenländer sind dagegen deutlich weniger ängstlich. Sie befürchten Risiken deutlich weniger und sind nicht so unsicher.

Die vorgestellte Studie hat sich noch mit weiteren Themen befasst. Diese werde ich euch in einem der nächsten Posts hier bei Cloudblick auch noch vorstellen.

Cloud Computing Kompakt – April 2012

von Andreas Junginger am 02. April 2012

Gartner Analysten sehen positive Entwicklung von SaaS

Noch im laufenden Jahr soll der weltweite Umsatz mit SaaS auf 14,5 Milliarden Dollar steigen. Im Vergleich zu 2011 wäre das ein Wachstum von 17,9 Prozent. In den kommenden drei Jahren – bis 2015 – soll das Gesamtvolumen des SaaS-Marktes 22,1 Milliarden Dollar erreichen.

Logo von Gartner

Die steigende Verbreitung und die damit verbundene Vertrautheit mit dem SaaS-Modell sind, neben den offensichtlichen Kostenvorteilen und dem zunehmenden Interesse an Cloud-Computing, die Hauptgründe für die deutliche Wachstumssteigerung.

Der aktuell größte Markt für SaaS-Angebote ist Nordamerika. Allein dort rechnet Gartner mit einem Umsatz von 9,1 Milliarden Dollar in 2012. E-Mail-, Office- und Finanzanwendungen sind die wichtigsten Anwendungsgebiete. Aber auch Tools für Web-Konferenzen sind in Nordamerika weiter verbreitet, wie in anderen Regionen. Für Westeuropa schätzen die Analysten von Gartner einen Umsatz von 3,2 Milliarden in 2012. Im asiatisch-pazifischen Raum werden Umsätze in Höhe von 934,1 Millionen Dollar, in Lateinamerika in Höhe von 419,7 Millionen Dollar erwartet.

Neben den Umsatzstarken Regionen werden für Osteuropa, dem nahen Osten und Afrika nur mittel- bis langfristige Wachstumsmöglichkeiten aufgrund von Infrastrukturproblemen gesehen. Aber auch in den Wachstumsregionen gibt es nach wie vor Optimierungsbedarf. So ist in Nordamerika die mangelnde Flexibilität bei der Anpassung und die Eingeschränktheit bei der Integration von SaaS-Anwendungen ein Problem. Im asiatisch-pazifischen Raum sind Probleme zu beobachten, die sich aus verlängerten Umstellungsdauern bei SaaS-Einführungen ergeben.

Google Drive wird sehnlichst erwartet

Aus den Gerüchten der vergangenen Jahre verdichten sich zunehmend Anzeichen, dass Google noch in diesem Jahr einen Cloud-Storage-Service auf den Markt bringt.

Logo von Google

So soll das Angebot, dass wohl unter dem Namen „Google Drive“ startet, jedem Nutzer fünf Gigabyte Speicherkapazität zur Verfügung stellen – und das ganze kostenlos. Etwaige Upgrades auf zusätzlichen Speicherplatz sollen im neuen Google-Angebot deutlich günstiger sein, wie dies bei derzeitigen Konkurrenten der Fall ist.

Vor allem die momentanen Platzhirsche Dropbox und Box.net dürften die Einführung des Dienstes nicht mit so viel Vorfreude sehen. Genauso wie bei diesen Anbietern wird es mit Google-Drive wohl auch eine Desktop-Applikation geben, die das synchronisieren von lokalen Ordnern und Dateien ermöglicht. Damit unterscheidet sich das Angebot von Goolge nur beim kostenlosen Speichervolumen und den Preisen für Upgrades von denen der Platzhirsche. Das dürfte diesen wohl kaum gefallen und es wird spannend, zu sehen wie diese auf eine Veröffentlichung von Goolge-Drive reagieren.

Cloud Computing Kompakt

von Andreas Junginger am 17. März 2012

Innovationspreis 2012 für SAP

Mit SAP HANA (High Performance Analytic Appliance) stellt die SAP AG eine hocheffiziente Anwendung zur Verfügung, die nun auch mit dem deutschen Innovationspreis 2012 ausgezeichnet wurde. Als eine der beeindruckendsten Software-Innovationen der vergangenen Jahre hat die Jury des Innovationspreises die Entwicklung aus dem Hause SAP bezeichnet. Rießige Datenmengen können mit neuen Technologien schneller und effizienter ausgewertet werden, als es bisher möglich war. In Echtzeit lassen sich Transaktions- und Analysedaten von großen Datenbeständen untersuchen.

„Das ‚Gold‘ liegt in den Daten. SAP Hana ist in diesem Bereich ein großer Wurf für die SAP. Mit der neuen, aus Deutschland heraus entwickelten Technologie für schnelle Analytik können die Kunden der SAP aus großen, komplexen Datenbeständen rasch kritische Informationen für wichtige Entscheidungen gewinnen. Hier zeigt sich der Geschäftsnutzen der modernen IT.“ (Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture und Jurymitglied des Innovationspreises)

Neue Studie belegt positive Erwartungen

Nachdem bereits im vergangenen Jahr eine Studie von Roland Berger und der SAP AG die positiven Entwicklungen am Cloud Computing Markt prophezeite, gibt es hierfür nochmals eine Bestätigung. Im Auftrag von Microsoft fertigte das Analystenhaus IDC eine Studie an, die Cloud Computing als Jobmotor für die Zukunft sieht.

So sollen alleine in Deutschland bis 2015 250.000 Arbeitsplätze durch Cloud Computing geschaffen werden. Im gleichen Zeitraum werden weltweit 14 Millionen neue Arbeitsplätze erwartet und ein Gesamtumsatz von 1,1 Billionen Dollar erwirtschaftet. Vor allem bei Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern wird es zu einem großen Beschäftigungswachstum kommen. Fast die Hälfte aller neuen Jobs wird dabei in Indien und China entstehen. Welche Branchen und Sektoren am meisten davon profitieren, kann auch der Studie entnommen werden.

Grafik zur IDC-Studie im Auftrag von Microsoft

Cloud Services Made in Germany – Initiative für den Standort Deutschland

Den Standort Deutschland zu Aushängeschild für die Anbieter von Cloud-Services macht die Initiative „Cloud Services Made in Germany“. Alle Anbieter, die sich an der Initiative beteiligen müssen die Kriterien erfüllen, die sich aus dem direkten Standortbezug zu Deutschland ergeben:

So ist das Unternehmen in Deutschland gegründet worden und hat dort auch seinen Hauptsitz. Vertragsinhalte unterliegen dem deutschen Recht – ebenso liegt der Gerichtsstand für vertragliche und juristische Angelegenheiten in Deutschland. Service-Dienstleistungen werden durch lokal ansässige und deutschsprachige Servicekräfte angeboten.

Die Erfüllung dieser Kriterien bildet auch die Kernthemen ab, die bei der Auswahl eines Dienstleisters eine übergeordnete Rolle spielen. So zeigt diese Initiative, wie der Bezug zum strengen deutschen Datenschutz und dem Angebot an Service und Qualität „Made in Germany“ zur Vorteilskommunikation genutzt werden kann.

Logo von "Cloud Services Made in Germany"

Optimierte Standortpolitik für den Cloud Computing Markt

von Andreas Junginger am 30. April 2012

Wie können sich wechselseitig positive Effekte aus einer optimierten Standortpolitik und einem offenen, standardisierten Cloud Computing Markt ergeben? Diese Frage versucht ein Strategiepapier der BITKOM und VOICE zu beantworten, das die wesentlichen Merkmale der gegenseitigen Anpassungen skizziert.

Deutschland soll zum europäischen Kompetenzstandort Nr. 1 des Cloud Computing werden. Die direkten ökonomischen Effekte in Wirtschaft und Verwaltung sollen allen IT-Anwenderbranchen Innovations- und Wachstumsimpulse vermitteln und den Standort Deutschland zum Vorreiter eines zentralen Business Web für den B2B-Sektor machen.

Diese Ziele sollen durch 3 Säulen optimierter Standortpolitik erreicht werden: Read More »